Chronik | Wien
03.03.2013

Halsstich nahe U-Bahnstation

Ein Drogengeschäft bei der Längenfeldgasse endete tödlich. Augenzeugen hielten den Täter fest, der mittlerweile gestand.

Ein 25-jähriger Rumäne, der im Verdacht stand, am Sonntagabend in Wien-Meidling einen 20-jährigen Nigerianer erstochen zu haben, hat laut Polizei am Montagvormittag die Tat gestanden. Der Rumäne soll Emmanuel I. um 17.35 Uhr im Kreuzungsbereich Schönbrunner Straße-Gierstergasse mit einem Küchenmesser in den Hals gestochen haben. Er habe von seinem Opfer Drogen kaufen wollen, gab der mutmaßliche Täter bei der Einvernahme an. Für den Afrikaner kam jede Hilfe zu spät, er verblutete noch am Tatort.

Nach dem Messerstich hatte Claudiu L. zu flüchten versucht, indem er zur nahe gelegenen U-Bahnstation Längenfeldgasse lief und offensichtlich mit einem "Silberpfeil" das Weite suchen wollte. Ein Landsmann von Emmanuel I., der die Tat aus nächster Nähe beobachtet hatte, nahm allerdings die Verfolgung auf. Er konnte den Rumänen einholen, am Bahnsteig überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Hintergrund der Messerstecherei waren offenbar Unstimmigkeiten bei einem Drogen-Geschäft. Im Mund des Toten wurden laut Polizei einige Plastikkugeln mit Suchtgift entdeckt. Emmanuel I. könnte sich demnach als sogenannter Streetrunner verdingt haben und vom Tatverdächtigen gezielt auf Drogen angesprochen worden sein. Das blutige Messer, das der Rumäne im Bereich der U-Bahnstation weggeworfen hatte, wurde sichergestellt.