Chronik | Wien
03.01.2012

Mit Gasherd geheizt: Tod durch CO-Vergiftung

In Wien Ottakring wollte ein Mann seine Wohnung mit dem Gasherd beheizen. Das angesammelte Kohlenmonoxid tötete den 53-Jährigen.

Gasherd als Heizung – Offenbar nur, weil ihm kalt war, musste der 53-jährige Piotr P. in der Nacht zum Dienstag sterben. Der Pole hatte einen Gasherd als Heizung verwendet, worauf es zu einem gröberen Kohlenmonoxid-Austritt kam. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen und Katastrophenalarm wurde um kurz nach Mitternacht sein Tod festgestellt.

Warngerät

Aufgefallen war alles, als eine Bekannte des Mannes an seine Tür klopfte und er nicht öffnete – obwohl sie ihn durch die Scheibe durch schlafen sah. Die sofort herbeigeeilten Sanitäter hörten den Warnton ihres CO-Alarmgerätes, als sie zu der Wohnung kamen, um P. zu versorgen.

Da auch in mehreren anderen Stockwerken erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentrationen gemessen wurden, ordnete die Feuerwehr sicherheitshalber die Evakuierung der Anlage an. Der Katastrophenzug der Rettung musste anrücken. Zwei weitere Personen hatten Verletzungen erlitten und mussten in umliegende Spitäler gebracht werden. Nach rund einer Stunde durften die 13 Mieter zurück in ihre Häuser und der Gasherd des Polen wurde genauer untersucht. Offenbar hatte der Mann Ziegelsteine auf die Flammen gelegt, um die Steine anzuheizen.

Brand in Twin Towers

Nur acht Stunden später mussten die Retter erneut ausrücken: Ein 62-jähriger Mann hatte bei einem Küchenbrand im Asia Restaurant in den Twin Towers in der Wienerbergstraße eine Rauchgasvergiftung erlitten. Über die näheren Umstände war zunächst nichts bekannt, der 62-Jährige wurde von der Rettung ins Spital gebracht.