Chronik | Wien 08.05.2018

Michael Ludwig kennt sein Team schon, gibt sich aber bedeckt

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Quereinsteiger wahrscheinlich. Gesundheit und Soziales bleiben unter einem Dach.

In knapp einer Woche steht fest, wer dem neuen SPÖ-Regierungsteam unter dem designierten Bürgermeister Michael Ludwig angehören wird. Montag Vormittag wird er die Namen den SPÖ-Gremien und im Anschluss daran der Öffentlichkeit präsentieren.

„Ich werde in den nächsten Tagen den Sack zumachen“, sagte Ludwig am Montag am Rande eines Medientermins. Die Entscheidungen für die Postenbesetzungen habe er für sich bereits getroffen, mehr möchte er allerdings noch nicht verraten. Nur so viel: „Es handelt sich um Personen, die in der Öffentlichkeit nicht unbekannt sind. Es kann aber sein, dass nicht alle davon derzeit ein politisches Mandat bekleiden.“

Als sicher gilt, dass Ulli Sima (Umwelt, Öffis) und Jürgen Czernohorszky (Bildung) in der Regierung bleiben, die Ressorts Wohnen, Gesundheit/Soziales, Kultur und wohl auch Finanzen werden neu besetzt.

Die zuletzt angedachte Aufteilung der Bereiche Gesundheit und Soziales kommt hingegen nicht, wie Ludwig ankündigt: „Die Zahl der Ressorts muss ja gleich bleiben“, betont er. Zudem hätte jedes der anderen Ressorts jetzt schon so viele Aufgaben, dass eine weitere Vergrößerung wenig Sinn mache. „Außerdem gibt es zwischen den Bereichen Soziales und Gesundheit viele Überschneidungen“, sagt Ludwig. Eine Absage erteilt er den Spekulationen, Sima könnte Sicherheitsstadträtin werden. Diese Agenden dürften wie bisher beim Bürgermeister selbst angesiedelt sein.

Frauen zu Sima?

Geringfügige Änderungen bei der Ressort-Aufteilung kann sich der SPÖ-Chef aber durchaus vorstellen. Dem Vernehmen nach könnten etwa die Frauenagenden vom Gesundheitsressort in jenes von Ulli Sima wandern. Das wäre vor allem dann notwendig, wenn ein Mann nächster Gesundheitsstadtrat wird. Nachdem Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres für diesen Posten nicht zur Verfügung steht, gehen die Spekulationen zu dieser Personalie weit auseinander. Von Ex-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner über Peter Hacker (derzeit Chef des Fonds Soziales Wien) bis hin zur EU-Abgeordneten Evelyn Regner und Ex-Gemeinderätin Sonja Ramskogler reichen die kolportierten Namen.

Renate Brauner könnte Harry Kopietz als Landtagspräsident nachfolgen, für ihren Posten als Finanzstadtrat sind Quereinsteiger wie Wien-Holding-Direktor Peter Hanke im Gespräch. Wohnbaustadträtin dürfte indes Gemeinderätin Kathrin Gaal werden. Die Kulturagenden könnte Ernst Woller übernehmen. Möglicher neuer SPÖ-Klubobmann ist Bildungssekretär Marcus Schober.

( kurier.at ) Erstellt am 08.05.2018