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„Aktuell nicht respektabel“: Polizeiinspektion für 19 Millionen umgebaut

Das Amtshaus in der Hufelandgasse wird bis Mai 2028 saniert. Für Bezirksvorsteher Zankl ist die Polizeiinspektion nicht mehr repräsentativ.
Hufelandgasse, Theresienbadgasse, Polizeiinspektion

Der Putz blättert von der Fassade des Amtshauses Hufelandgasse/Theresienbadgasse bereits ab, einzelne Teile der Mauer haben sich gelöst: Nun steht eine Generalsanierung des Gebäudes bevor, in dem sich neben Dienststellen der Stadt Wien auch eine Polizeiinspektion befindet. 18,8 Millionen Euro werden investiert.

„Es wird eine Photovoltaikanlage am Dach geben. Der Innenhof wird entsiegelt und begrünt. Es wird auch eine großflächige Fassadenbegrünung geben“, erklärte Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ). Vor allem die Räume werden „funktional ausgestattet“, im Dachgeschoß werden zusätzliche Räume für mehr Büros geschaffen. Zudem soll beim Brandschutz und der Barrierefreiheit nachgeschärft werden. Die Bauarbeiten sollen bis Mai 2028 dauern.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) spricht von einer Investition in „schlagkräftige und zeitgemäße Infrastruktur“. Für die neue Polizeiinspektion werden dann rund 1.230 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Von den Magistratsmitarbeiterinnen- und mitarbeiten übersiedeln rund 60 in die sanierten Räumlichkeiten.

Polizeiinspektion Hufelandgasse, Meidling, Sanierung

Neue Adresse, alter Name

Für die Bewohner Meidlings wird sich durch die Sanierung nicht viel ändern: Die Polizei bleibt auch während der Bauarbeiten im selben Gebäude, übersiedelt dann nach der Fertigstellung in die neuen Büros. Auch der Name der Polizeiinspektion wird gleich bleiben, obwohl sich die Adresse ändert, sagt Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ). 

„Alle in Meidling wissen, dass das die Polizeiinspektion Hufelandgasse ist. Und durch die Sanierung wird jetzt der Eingang von der Hufelandgasse in die Theresienbadgasse verlegt. Man lässt aber trotzdem den alten Namen.“

Zankl ist überzeugt, dass es sich bei dieser Dienststelle um die „beliebteste Polizeiinspektion Meidlings“ handelt, da sie durch die Nähe zu zwei U-Bahn-Stationen „so verkehrsgünstig gelegen“ sei.

29 Bau- und Infrastrukturmaßnahmen

Die Polizeiinspektion Hufelandgasse ist nicht die einzige, die derzeit in Wien saniert wird, wie eine Anfrage ans Innenministerium (BMI) zeigt. „Derzeit werden im Bundesland Wien insgesamt 29 Bau- und Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt. Diese betreffen jedoch nicht ausschließlich Polizeiinspektionen, sondern umfassen auch weitere Organisationseinheiten des Innenministeriums, darunter Verwaltungsstandorte, Direktionen und Sicherheitszentren“, heißt es aus dem BMI.

Polizeiinspektion Hufelandgasse, Meidling, Sanierung

Der Eingang der Polizeiinspektion wird in die Theresienbadgasse verlegt, der Name „Hufelandgasse“ wird weiterhin bleiben.

Österreichweit befinden sich aktuell 82 „Bau- und Infrastrukturvorhaben“ in unterschiedlichen Projektphasen – die in den Zuständigkeitsbereich des Innenministeriums fallen. Landespolizeidirektionen können aber auch eigenständig Sanierungs- und Adaptierungsmaßnahmen durchführen.

300 Dienststellen saniert 

Der Großteil der Bauvorhaben entfällt mit 52 auf Neubauten bzw. Neuanmietungen, sechs auf Erweiterungen und 13 auf Sanierungen bestehender Objekte. Weitere elf Maßnahmen dienen der Blackout-Vorsorge. Seit 2019 wurden österreichweit 300 Dienststellen generalsaniert oder neu gebaut.

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