Chronik | Wien
07.06.2017

Marx-Halle: Pächter legt Konzept für neue Nutzung vor

Sein Vertrag wurde bis Jahresende verlängert.

Eigentlich wäre der Vertrag mit dem aktuellen Pächter der Marx-Halle in Wien-Landstraße, Herwig Ursin von der Hey-U Eventagentur, Ende dieses Monats ausgelaufen. Nun geht sein Engagement aber doch in die Verlängerung – zumindest bis Ende des Jahres. Darauf haben sich Ursin und die Wiener Standortentwicklung (WSE) nun geeinigt. Damit können auch die Veranstaltungen, die bis dahin bereits organisiert waren, planmäßig in der Marx-Halle stattfinden. Theoretisch besteht auch die Möglichkeit einer erneuten Vertragsverlängerung bis Ende April 2018. Spätestens dann muss Ursin aber die Halle räumen – vorausgesetzt, er bekommt den Zuschlag der Stadt nicht.

Denn auch Ursin hat sich um die Neunutzung der ehemaligen Rinderhalle beworben und will ziemlich genau das umsetzen, was die Stadt dort gerne sehen würde: Co-working-Spaces und Gastronomie. "Wir wollen seit langem einen öffentlich zugänglichen Gastro- und Marktbereich", sagt Ursin. Dass er diesen nicht bereits umgesetzt hat, liege an der "unsicheren Vertragssituation", sagt er.

Wien- und Kreativmarkt

Konkret soll auf dem bisher ungenutzten Bereich gegenüber des Theaters ein "Wien-Markt" und ein "Kreativ-Markt" entstehen. Beim Wien-Markt sollen Wiener Produkte wie Wien-Gin, Wiener Honig, Wiener Wein etc. verkauft werden. Bein Kreativmarkt sollen Studenten der Angewandten ihre Design-Objekte verkaufen. Der Markt soll täglich geöffnet sein. Ebenso die "fünf bis zehn" Gastro-Betriebe, die am Wochenende Kulturevents (Ursin spricht etwa von einem "Jazz-Frühschoppen") veranstalten sollen.

Bis Mai konnten Nutzungskonzepte bei der WSE eingereicht werden, bis Mitte Juni können nun Investoren ihre Angebote abgeben. Im Sommer wird eine Jury eine Empfehlung für die Nutzung anhand der eingereichten Projekte abgeben.