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Nach schweren Mobbing-Vorwürfen: Marktamtsleiter tritt zurück

Wie die Magistratsdirektion der Stadt Wien verlautbarte.
Andreas Kutheil steht vor einer Marktamt-Wandgrafik und hält Unterlagen mit Wiener Wappen in den Händen.

In den vergangenen Tagen war Andreas Kutheil, Leiter der MA 59 und des Marktamts. mit massiven Vorwürfen konfrontiert worden. Wie der Falter als erstes berichtet hatte, hatten mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen ihn Beschwerde eingelegt. Demnach hätte er seine Mitarbeiter unter Druck gesetzt, Sexismus, Rassismus und Mobbing seien an der Tagesordnung gestanden. Auch der KURIER berichtete.

Die Vorgänge wurden medial heiß diskutiert  - da sie nicht nur eine arbeitsrechtliche, sondern auch eine politische Komponente hat. Der für 220 Mitarbeiter zuständige Kutheil ist in roten Kreisen wohlbekannt, seit acht Jahren leitet er das Marktamt. Für seine Bestellung war damals Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) zuständig. Aus datenschutzrechtlichen Gründen könne sie nichts über Mitarbeiter sagen, sagte sie am Mittwoch, zudem sei sie politisch nicht mehr für ihn zuständig. Die seit wenigen Monaten für ihn zuständige Bettina Emmerling (Neos) erklärte, die Vorwürfe prüfen lassen zu wollen. 

Stellungnahme der Magistratsdirektion

Die Magistratsdirektion der Stadt Wien teilte nun in einer Aussendung mit, dass  Kutheil ersucht hat, aus persönlichen Gründen mit sofortiger Wirkung von dieser Funktion enthoben zu werden. Die Abteilungsleitung werde bis auf Weiteres Abteilungsleiter-Stellvertreter Christian Seiringer übernehmen.

Die Magistratsdirektion der Stadt Wien werde demnach „in ihren aktuell stattfindenden Erhebungen den vorliegenden Informationen, Hinweisen und Vorwürfen nachgehen“. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse gilt die Unschuldsvermutung.

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