Mariahilfer Strasse, Proberaum, Fußgängerzone

© Deutsch Gerhard

Wien
06/05/2013

Mariahilfer Straße neu: Zank um Ladezeit

Der 6. Bezirk legt bei der geplanten Ausweitung des Lieferverkehrs auf 13 Uhr sein Veto ein.

von Josef Gebhard

Die geplante Errichtung einer Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße sorgt weiter für hitzige Debatten. Der 6. Bezirk hat jetzt einen Einspruch gegen die dort vorgesehenen Ladezeiten für Geschäfte eingelegt. Geht es nach Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) sollen der Zulieferverkehr in der Fußgängerzone bis 13 Uhr möglich sein.

Eine Entscheidung, die als Zugeständnis an die Wirtschaft gewertet wird, die der Umgestaltung sehr skeptisch gegenübersteht. Denn in anderen Fußgängerzonen liegt die Grenze bei 10.30 Uhr.

Nachmittagsfußgängerzone

„Das Ergebnis wäre eine Nachmittagsfußgängerzone“, sagt Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann (SPÖ). Sie befürchtet auch negative Auswirkungen auf die Lokale, die dann erst am Nachmittag ihre Gäste im Schanigarten bewirten könnten.

„Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass Vassilakou erkennt, dass das eine schlechte Lösung ist“, betont Kaufmann. Zumal sie auch eine negative Vorbildwirkung auf Geschäftsleute in anderen Fußgängerzonen haben könnte.

Im Büro der Vizebürgermeisterin beharrt man auf dieser Regelung: „Die Mariahilfer Straße ist wesentlich umsatzstärker als andere Einkaufsstraßen und hat auch einen höheren Lieferbedarf“, betont ein Sprecher. Sollte sich das Konzept bei der Probephase ab Sommer aber nicht bewähren, werde man aber reagieren.

Nachjustierungen

Erste Nachjustierungen gibt es indes beim Verkehrskonzept: Aufgrund massiver Beschwerden von Anrainern wird das geplante Rechtsabbiege-Gebot von der Gumpendorfer Straße zum Getreidemarkt wieder gekippt. Die Maßnahme hätte den Durchzugsverkehr Richtung City verringern sollen, aber gleichzeitig zu massiven Umwegen über den Karlsplatz geführt.

Zudem werden erste Details zur geplanten Bürgerbefragung nach Ende des mehrmonatigen Probebetriebs bekannt. „Es wird Fragen von übergeordneter Bedeutung geben, die alle Bewohner des 6. und 7. Bezirks beantworten können und solche, die nur den Anrainern der betroffenen Grätzl gestellt werden“, sagt die stv. Bezirksvorsteherin Susanne Jerusalem (Grüne).

KURIER-Stadtgespräche zum Thema Konfliktzone Mariahilfer Straße am 13. Juni.

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