Chronik | Wien
01/23/2019

Schlechte Luft in Wien: Werte im ungesunden Bereich

Wien: Der Luftgüteindex schlägt Alarm. Sport und andere Freizeitaktivitäten im Freien sollen vermieden oder reduziert werden.

Atemluft-Messgeräte zeigten in den vergangenen Stunden in Wien unangenehme Daten an. Der "Luftgüteindex" (Air Quality Index, AQI) spuckte am Dienstag und Mittwoch Feinstaubwerte aus, die als potenziell ungesund gelten. Immer wieder wurde Stufe 4 von 6 des Index erreicht - schlechtere Stufen erreichen in der Regel vor allem Großstädte von Entwicklungs- und Schwellenländern. 

Ab dem frühen Mittwoch-Nachmittag waren von den Bedingungen meistens "nur" noch besonders sensible Bevölkerungsgruppen betroffen. Ähnlich hoch waren sie auch in anderen Teilen des nördlichen Österreichs wie die Gegend rund um Linz

Vom Umweltbundesamt heißt es, dass das kalte Wetter und der geringe Wind derzeit im Nordosten Österreichs für eine höhere Feinstaubbelastung sorgen. Das sei im Winter üblich.

Der AQI basiert auf unterschiedlichen Schadstoff-Daten, die in eine verständlichen Indexzahl übersetzt werden. Übermittelt werden die Grunddaten in Österreich vom Umweltbundesamt, das wiederum in Wien auf Messungen der Stadt zurückgreift. Überwacht werden kann die Luftqualität auf speziellen Webseiten oder auch mit Smartphone-Apps (zum Beispiel auf einer für Android und iPhone verfügbaren namens "Plume"), die auch gleich Ratschläge geben, wie man sich unter den entsprechenden Umständen verhalten soll.

Aktivitäten im Freien vermeiden

Am Dienstag und Mittwoch wurde von Freizeitaktivitäten und Sport im Freien oder auch dem Radfahren abgeraten. Man solle diese Tätigkeiten zumindest nicht exzessiv betreiben, denn sie könnten unter diese Bedingungen die Gesundheit beeinträchtigen. Insbesondere sensible Bevölkerungsgruppen sollten sich eher nicht im Freien aufhalten.

Die Warnungen bleiben laut der Vorhersage in "Plume" auch in den nächsten Tagen erhalten, die Werte sollten aber nach und nach sinken.