Vienna Sausages

© KURIER/Franz Gruber

Schottentor
05/07/2016

Lokale rund um die Uni: Feuriges für die Lernpause

Vienna Sausage oder Coffee Pirates: Studenten haben zwischen Kursen die Wahl.

von Anna-Maria Bauer, Franz Gruber

David aus New York hat es geschafft. Mario aus Mexico auch. Und Shlomi aus Israel sogar zwei Mal. Die Rede ist vom "Dog of Doom", dem schärfsten Hot Dog, den René Brandtner im "Vienna Sausage" anbietet.

Der 29-Jährige hat es sich zum Ziel gesetzt, den typischen amerikanischen Hot Dog in Wien zu etablieren. Neben klassischeren Varianten wie dem "New York Hot Dog" (mit Senf, Ketchup, Zwiebeln und natürlich Kraut) gibt es in dem kleinen Lokal mit den roten Ledersofas im Diner-Stil eben auch eine richtig feurige Version. Hier kommt eine Sauce zum Einsatz, die 800-mal schärfer als Tabasco ist.

Wer sich traut, den Imbiss zu probieren, darf sich auf der "Heroes of the Day"-Tafel verewigen. Obwohl das Geschäft erst seit drei Wochen offen hat, ist auf der Tafel kaum noch Platz. An vier Tagen war Brandtner gänzlich ausverkauft. Die Lage am Schottenring 1 ist offensichtlich ideal: Denn das Lokal befindet sich nicht nur neben Bürogebäuden und Luxushotels, sondern ist auch nah genug an der Universität, so dass Studenten das Angebot zwischen Vorlesungen nutzen.

Eis und Tee

Es ist noch nicht allzu lange her, da hatten Studenten der Universität Wien nicht besonders viele Alternativen in der Mittagspause. Aber in den vergangenen Jahren haben immer mehr Gastronomen das Grätzel zwischen Schottentor und Spitalgasse für sich entdeckt. Und so gibt es heute mehrere Kaffeehäuser, kleine Restaurants, aber auch Teeläden, den Eissalon Gefrorenes mit "Eis wie damals", eine Suppenbar und gemütliche Pubs.

Im Oktober 2014 eröffnete Barista Philip Feyer das "Jonas Reindl" in der Währinger Straße 2-4. In dem hellen, freundlichen Café treffen sich Studenten zum Lernen und Tratschen. Touristen laden ihre Energien auf, Angestellte nehmen sich einen Kaffee zum Gehen.

Schon im Lokalnamen zeigt sich die Verbundenheit zum Grätzel. Jonas Reindl nennen die Wiener die Straßenbahnrampe des Schottentors, die in der Zeit von Bürgermeister Franz Jonas errichtet wurde und wegen ihrer ovalen Form an ein Reindl erinnert.

Fair und nachhaltig

Der Kaffee, den Feyer in seinem Lokal anbietet, kommt aus Nicaragua. Die Kaffeebauern hat er im Zuge einer Südamerikareise besucht. Es ist ihm wichtig, genau zu wissen, wie seine Produkte hergestellt werden.

Transparent und nachhaltig zu arbeiten, darauf legen auch Evelyn Priesch und Werner Savernik Wert. Im September 2012 eröffneten sie die "Coffee Pirates" in der Spitalgasse 17 – mit Vintagemöbeln, warmer Holzeinrichtung und köstlichem Kaffee. Schon wenige Tage nach der Eröffnung reichte die Schlange bis vors Lokal. Zwei Jahre später wurde vergrößert und seit Jänner gibt es nun auch ein Pop-up-Café in der Währinger Straße 14.
Warum die Bars, Pubs und Cafés in der Gegend so großen Zuspruch finden? Coffee Pirates-Chefin Evelyn Priesch: "Hinter all den Lokalen stecken so viele nette Menschen; wir helfen uns, wo es nur geht. Es kommt schon mal vor, dass wir kurzfristig Strohhalme von der PieFactory oder Eiswürfel vom Lane & Merriman's-Pub bekommen. Und am Abend treffen wir uns dann auf ein Bier. Es ist einfach cool hier bei uns."
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