Lobautunnel: Demo gegen vorbereitende Arbeiten
Zum Lückenschluss des Straßenprojekts "S1 Wiener Außenring Schnellstraße" haben diese Woche die ersten Umsetzungen begonnen - was prompt erste Proteste ausgelöst hat. Donnerstagvormittag versammelten sich nach eigenen Angaben rund 150 Demonstranten vor dem Verkehrsministerium, unter anderem von Lobau Bleibt! und Fridays For Future.
Konkret geht es dabei um sogenannte bauvorbereitende Maßnahmen im Freilandabschnitt von Groß-Enzersdorf bis Knoten Süßenbrunn, dazu zählen neben dem Aufstellen von Baucontainern auch sechs Zählstellen. Der Trassenbau selbst startet erst 2027.
Ein breites Bündnis hatte zum Protest aufgerufen: Fridays For Future, Global 2000, Lobau Bleibt!, Greenpeace, System Change und das Bündnis SoWi_So. Laila Kriechbaum von Fridays For Future: "Es ist absurd, dass Verkehrsminister Hanke an dem Projekt festhält, während Recht und Wissenschaft dagegen sprechen." Das Bündnis Solidarischer Widerstand gegen Sozialabbau forderte "Lobau statt Sozialabbau!"
Weitere Reaktionen
Nachdem sich schon am Mittwoch zahlreiche Organisationen zu Wort gemeldet hatten, gab es auch am Donnerstag weitere Reaktionen: "Endlich kommt Bewegung in dieses wirklich wichtige Projekt", meinte Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Es sei gut, dass die Phase der permanenten Verzögerung nun endet. "Der Regionenring ist eine essenzielle Lebensader für die Wirtschaft - nicht nur in, sondern auch um Wien."
Anders der VCÖ: Die Lobauautobahn sei extrem teuer, verursache große ökologische Schäden und sei keine wirksame Lösung für die bestehenden Verkehrsprobleme. Laut VIRUS-Sprecher Wolfgang Rehm soll ein richtiger Baubeginn erst im nächsten Jahr stattfinden. Jede Tätigkeit bleibe entgegen allen bloß reflexartigen Abwehrbeteuerungen rechtswidrig, meint die Umweltorganisation.
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