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Chronik Wien
03/03/2022

Lkw von Hilfswerk International bringt Güter zur ukrainischen Grenze

Hilfswerk International betreibt Notschlafstellen für Geflüchtete. "Sie haben Angst und Hunger."

Die Hilfe aus Österreich für die Bevölkerung in der Ukraine geht weiter. Am Donnerstag ist ein Lkw von Hilfswerk International von Wien an die ungarisch-ukrainische Grenze gestartet, um dringend in Notschlafstellen benötigte Güter zu übergeben. "Es sind vor allem Frauen mit Kindern und alleinstehende ältere Frauen, die bei uns ankommen. Sie waren stunden- und tagelang unterwegs", berichtete Dmytro Kuznietsov, Koordinator der Hilfswerk International Hilfe in Ivano-Frankivsk.

Notschlafstellen

"Sie haben Angst und Hunger. Wir versorgen sie mit dem Nötigsten und bieten psychosoziale Unterstützung", sagte Kuznietsov. Das Hilfswerk International betreibt Notschlafstellen im Westen der Ukraine (Ivano-Frankivsk und Bakosh), wo täglich tausende Flüchtlinge aus dem Donbas und Kiew mittels Notevakuierungszügen eintreffen. Die Helfer an Ort und Stelle würden Stromgeneratoren, Heizkörper, Kanister zum Transportieren von Treibstoff, Decken und Schlafsäcke dringend benötigen, so die Organisation.

Das Wiener Hilfswerk hat den Transporter für die Hilfslieferung zur Verfügung gestellt, die Gemeinde Brunn am Gebirge alle Hebel in Bewegung gesetzt und bedarfsorientiert Sachspenden gesammelt und Neuware gekauft. Außerdem stellte ein Baumarkt Neuware zur Verfügung.

Plattform für Helferinnen und Helfer

Der Fonds Soziales Wien (FSW) arbeitet mit der Stadt Wien, NGOs, Blaulichtorganisationen und Vertretern der Zivilgesellschaft daran, dass geflüchtete Menschen aus der Ukraine Unterstützung und Betreuung erhalten und sicher in Wien ankommen, berichtete der FSW am Donnerstag. Gleichzeitig wurde auf die Freiwilligen-Plattform „where2help“ hingewiesen. Diese bringt Menschen, die sich engagieren möchten, mit Organisationen und Initiativen zusammen, die Unterstützung benötigen.

„Die Plattform wurde 2015/2016 speziell für den Flüchtlingsbereich ins Leben gerufen“, sagte FSW-Geschäftsführerin Anita Bauer. Mehr als 80 Organisationen seien bereits registriert. Freiwilligen können jene Initiativen unterstützen, die am meisten ihren Vorstellungen entsprechen. Mehr als 3.000 Menschen hätten sich bis dato eingetragen, seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine seien mehr als 100 Freiwillige neu dazugekommen „Der Bedarf an Freiwilligen wird rasant steigen, sobald mehr geflüchtete Menschen aus der Ukraine nach Wien kommen. Schon jetzt zeichnet sich eine enorme Fluchtbewegung innerhalb Europas ab“, betonte Bauer.

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