Chronik | Wien
26.12.2012

Lebensgefahr wegen vereister Bäume

Wegen der Eislast auf den Bäumen wird im Raum Wien vor Spaziergängen gewarnt.

Das Tauwetter in den Alpen mit Rekordtemperaturen im Hochgebirge konnten dem weihnachtlichen Skivergnügen nichts anhaben. In Ostösterreich dagegen war die Situation bei Weitem angespannter. Regen und kalte Temperaturen führten nach Weihnachten besonders im Raum Wien zu lebensgefährlichen Situationen. In den Wäldern drohen Bäume unter der Eislast umzustürzen. Die Forstämter warnen vor Spaziergängen.

Laut Forstamtsdirektor Andreas Januskovecz kam es zu Eisbrüchen im Sekundentakt. Dramatisch war die Lage im Wienerwald im Bereich des Wilhelminenbergs und der Steinhofgründe. Das Forstamt brachte Warnschilder an. Vorübergehend gesperrt wurde auch die Höhenstraße, damit Autos nicht von herabfallenden Ästen getroffen werden. Ähnlich war auch die Lage im Raum Bisamberg.

Im Laufe des Mittwochs begann sich die Situation zu entspannen. Warme Luft räumte die Kaltluftseen aus. Die Vorsichtsmaßnahmen der Behörden wirkten. Laut Wiener Rettung gab es aufgrund der Wettersituation keinen Einsatz.

Auch in den Alpen geht die Lawinengefahr zurück. Allerdings wird zu besonderer Vorsicht bei Skitouren in höheren Lagen gewarnt. Am Mittwoch kam sogar etwas Neuschnee dazu.

Wetterberuhigung

Wechselhaft geht das Wetter bis zum Wochenende weiter. Am Freitag werden Schneefälle bis 500 Meter herab erwartet. Nur in Südösterreich bleibt es trocken und zeitweise sonnig.

Von Samstag bis zum Silvestertag erwarten die Meteorologen hingegen ruhiges Hochdruckwetter in ganz Österreich. Das bedeutet somit perfektes Skiwetter im Gebirge und Nebel in den tiefen Lagen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Erst zum Neujahrstag wird die nächste Wetterfront erwartet.

Allerdings gehen die Temperaturen noch nicht zurück. Die Schneefallgrenze dürfte sich um 900 Meter Seehöhe bewegen. Trocken und länger sonnig bleibt es wieder im Süden und ganz im Osten Österreichs.