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Wien
02/27/2017

Lady Di-Denkmal wird umgesiedelt

Weil die Stadt das Schloss Cobenzl in ihre Obhut nimmt, zieht die Büste von Döbling nach Meidling.

von Julia Schrenk

Seit dreieinhalb Jahren thront Lady Diana Spencer, die viel zitierte "Königin der Herzen", hoch über Wien. Und zwar beim Schloss Cobenzl (welche skurrilen Denkmäler es sonst noch in Wien zu sehen gibt, lesen Sie in der Kolumne unten). Ewald Wurzinger, Radioreporter beim ORF, hat das Denkmal damals initiiert. "Sie hat so viel für Menschen getan, dass ihr ein würdiger Platz zusteht", erklärte Wurzinger damals. Doch der "würdige Platz" beim Schlosses Cobenzl ist gewissermaßen in Ungnade gefallen.

Wie berichtet, will die Stadt den langjährigen Pächter des Schlosses und Betreiber des Schlosscafés Cobenzl, Olaf Auer, loswerden. Laut der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) lasse Auer die Gebäude verfallen. Die Stadt hat deshalb Eigenbedarf angemeldet; Auer droht im März die Zwangsräumung. Weil die Stadt auch nicht ausschließt, das Schloss abzureißen (es steht nicht unter Denkmalschutz), hat sich Wurzinger nach einem neuen Platz für die verstorbene Prinzessin umgesehen. Und auch gefunden.

In guter Gesellschaft

Und zwar im Garten des Caritas-Seniorenheimes "Schönbrunn" in der Schönbrunner Straße 295 in Meidling. Noch im März wird die Büste dorthin übersiedelt. "Damit bekommt das Memorial noch vor dem 20. Todestag der Prinzessin Ende August einen würdigen Platz", sagt Wurzinger. "Und das passt auch ob des wohltätigen Einsatzes Dianas thematisch sehr gut." Der Garten der Residenz liegt nur zwei Gehminuten vom Schloss Schönbrunn entfernt und ist öffentlich zugänglich – auch für Touristen. Außerdem befindet sich das Denkmal der britischen Prinzessin dort in guter Gesellschaft: In der Nähe gibt es nämlich auch ein Kaiserin-Sisi-Denkmal. "Wir freuen uns, dass die Königin der Herzen bei uns einen neuen Platz gefunden hat", sagt Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas Wien.

Wurzinger hat damit "sein" Denkmal weiterhin in privater Obhut untergebracht und nicht bei der Stadt Wien um Genehmigung angesucht. "Ich wollte nicht die Eigentumsrechte an die Stadt Wien abtreten", sagt Wurzinger. Er befürchtet, dass das Denkmal dann irgendwann in einem "musealen Depot" gelandet wäre.

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