Ludwig will in Bahnhöfe und Quantentechnologie investieren
Am Donnerstag und am Freitag ist der Wiener SPÖ-Klub auf seiner alljährlichen Klubtagung. Traditionell werden bei diesem Arbeitstreffen auch Projekte für die kommenden Jahre angekündigt.
Bürgermeister Michael Ludwig und Klubchef Josef Taucher haben am Vormittag bereits die drei größten Vorhaben verkündet.
Startschuss für Quantentechnologiezentrum
Hauptaugenmerk liegt bei der SPÖ derzeit auf Zukunftstechnologien, darum wurde heute der Startschuss für die Planung eines "Quantum Technology Center Vienna" verkünde, also ein Quantentechnologie-Zentrum.
Dort sollen Technologieunternehmen, Start-ups, industrielle Partner und forschende Einrichtungen an einem Ort gebündelt werden. Entstehen soll es beim "Life Sciences Center Vienna" in Neu Marx, dessen Errichtung erst vor wenigen Wochen angekündigt worden war.
Das Quantentechnologiezentrum soll laut SPÖ Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Innovation bringen. Quantentechnologie kann man unter anderem in der Medizin einsetzen, um schneller neue Wirkstoffe zu entwickeln, in der Industrie hilft sie bei der Simulation von Lieferketten, besonders in den Bereichen Klima und Energie kann man durch die Erkenntnisse Prozesse optimieren.
„Diese Technologien werden in den kommenden Jahrzehnten zentrale Fortschritte ermöglichen “, sagt Ludwig. „Wieder stellt sich Wien an die Spitze gesellschaftlichen Fortschritts und damit auch wirtschaftlichen Fortschritts."
Das Zentrum soll 2033 fertiggestellt sein. Bezüglich der Finanzierung will die Wirtschaftsagentur in den kommenden Monaten mit interessierten Partnern sprechen und dann einen Finanzierungsplan erstellen.
Bezirksbudget wird wieder aufgestockt
Für 2026 wurden die Bezirksbudgets eingefroren - unter Protest einiger Bezirksvorsteher. Ab 2027 sollen die Bezirksmittel aber wieder erhöht werden, wurde angekündigt.
Konkret um etwa 27 Millionen Euro, also um rund 10 Prozent.
Bahnhofsvorplätze werden verschönert
Im Bereich Stadtentwicklung will man bei den Bahnhöfen investieren. Die Vorplätze, oft Angsträume oder graue Hitzeinseln, sollen umgestaltet werden.
Ganz neu ist das Vorhaben nicht: Der Praterstern wurde bereits umgestaltet, seit Dezember 2025 wird am Julius-Tandler-Platz beim Franz-Josefs-Bahnhof gearbeitet. Es folgen aber vier weitere Projekte:
- Beim Hauptbahnhof werden heuer 3.500 Quadratmeterentsiegelt, 35 neue Bäume sowie Staudenbeete und Nebelstelen werden dort gepflanzt bzw. installiert.
- Der neue Maria-Restituta-Platz am Handelskai noch im Sommer fertig. Dort werden 6.000 Quadratmeter entsiegelt, 13 neue Bäume gepflanzt sowie Wasserspiel, Trinkbrunnen und Sprühnebel geschaffen. Die Marktflächen bleiben erhalten.
- Beim Franz-Jonas-Platz haben die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche abgegeben, es gab 2.000 Rückmeldungen. Nun startet die Planungsphase.
- Bisher unbekannt war, dass der Nelson-Mandela-Platz bei der Haltestelle Aspern Nord umgestaltet wird. Geplant sind 11.000 Quadratmeter Entsiegelung, 75 neue Bäume, 2.000 Quadratmeter Grünflächen, ein Brunnen, schattige Aufenthaltsbereiche und eine Fußgängerzone. Die Umgestaltung soll ebenfalls noch heuer abgeschlossen sein.
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