Chronik | Wien 05.12.2011

Kleinkind starb plötzlich im Kindergarten

Der Bub wachte nicht mehr auf, Reanimationsversuche waren vergeblich. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Der Schmerz der Eltern ist nicht vorstellbar, der Schock wird die Kindergärtnerin wahrscheinlich ein Leben lang begleiten. Dienstag kurz vor 14.30 Uhr bemerkte eine Tante des Kindergartens in der Bischoffgasse in Wien-Meidling, dass ein in ihrer Obhut befindlicher eineinhalb Jahre alter Bub schon sehr lange schlief. Sie versuchte das Kleinkind zu wecken.

Keine Atemtätigkeit

Doch der Bub wachte nicht auf. Er zeigte auch keinerlei Atemtätigkeit. Umgehend wurde von der Kindergartenleitung der Notarztwagen (NAW) alarmiert. Bis zum Eintreffen des Arztes wurde das Kind kontinuierlich und fachgerecht reanimiert - vergeblich.

Auch der Notarzt konnte das 18-Monate alte Kleinkind nicht ins Leben zurück holen. Die Rettung raste mit dem Kleinen auf das Gelände der Meidlinger Polizei-Kaserne. Von dort flog der bereits wartende Notarzthubschrauber Christophorus 9 mit dem noch immer leblosen Patienten ins SMZ-Ost.

Doch alle verzweifelten Reanimationsversuche halfen nicht. Um 15.21 Uhr musste das 18 Monate alte Kind von den behandelnden Medizinern für tot erklärt werden. Nach ersten Informationen konnten keinerlei Gewalteinwirkung oder äußere Verletzungen bei dem Buben festgestellt werden. Fremdverschulden wurde demnach auch von der Polizei vorerst ausgeschlossen. Eine Obduktion ist angeordnet.

Plötzlicher Kindstod

Ärzte der Wiener Rettung vermuteten Dienstagabend als Auslöser der Tragödie einen plötzlichen Kindstod. Obwohl diese Todesursache großteils nur bis zum ersten Lebensjahr vorkommt. "Aber auch eine Hirnblutung könnte die Ursache gewesen sein", so ein Arzt.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011