© Konstantin Auer

Mord
08/21/2019

Simmering: Neue Details zum ermordeten Austria-Fan

Der junge Mann, der den Mord mittlerweile gestand, war ein Bekannter des Opfers. Zudem befand er sich in psychiatrischer Behandlung.

Am Montag ist es zu einem Tötungsdelikt in Wien-Simmering gekommen: Ein 17-Jähriger gestand am Dienstag gegenüber der Polizei einen 57-Jährigen in einem Wohnhaus in Wien-Simmering getötet zu haben. Bei dem 57-Jährigen handelt es sich um den bekannten Austria-Fan und Sportfotograf Fritz Duras.

Fritz Duras war Gründer des Fanklubs Austria 80. Vom Fußballklub hieß es am Dienstag: „Als langjährige Weggefährten macht uns dieser Verlust zutiefst betroffen.“

Laut aktuellem Ermittlungsstand dürften die beiden Männer seit mehreren Monaten in einem bekanntschaftlichen Verhältnis zueinander gestanden sein.

Am Montag hatten die zwei einander in der Stadt getroffen und waren dann in das Haus in der Mühlsangergasse gefahren. Bei dem Gebäude handelt es sich um das Wohnhaus der Eltern des Jugendlichen - einer in Simmering bekannten und angesehenen Familie, die zu dem Zeitpunkt nicht zuhause war.

17-Jähriger neigte zur Gewalt

Der 17-Jährige gab in einer polizeilichen Vernehmung an, dass er sich seit längerer Zeit in psychiatrischer Behandlung befinde und auf Grund seiner Krankheit teilweise zur Gewalt neige. So sei es auch am Dienstag zu einem Gewaltausbruch gekommen. Der Tatverdächtige zeigte sich geständig, das 57-jährige Opfer durch Gewalteinwirkung gegen den Kopf getötet zu haben.

Mord in Simmering

Er habe sich zwei herumstehende Gegenstände geschnappt und den 57-Jährigen damit erschlagen. Empfunden habe er dabei nichts. Laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer hatte der Bursch auch seinen Arzt konsultiert, bevor er sich bei der Polizei meldete.

Seitens der Staatsanwaltschaft Wien wurde die Untersuchungshaft in Aussicht gestellt. Der 17-Jährige wird im Laufe des heutigen Tages in die Justizanstalt Josefstadt überstellt.