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Wien
08/20/2013

Kahlenberg: Touristiker sehnen Seilbahn herbei

Am Kahlenberg erhoffen sich die Unternehmer einen Besucheransturm.

von Bernhard Ichner

Noch herrscht Rätselraten: Wann kommt die Seilbahn? Wer finanziert sie? Und wo soll überhaupt die Trasse verlaufen? Fakt ist zurzeit bloß, dass die Wiener Wirtschaftskammer und das Seilbahn-Unternehmen Doppelmayr der Presse am Freitag „eine mögliche Umsetzungsvariante“ für eine Seilbahn auf den Kahlenberg präsentieren. Auf der idyllischen Terrasse des Wiener Hausbergs wird auch bereits eine Gondelkabine hergezeigt.

Wo sich die Tal- und die Bergstation genau befinden sollen, wird zwar noch nicht verraten. Döblings Bezirksvorsteher Adolf Tiller (VP) weiß allerdings, dass eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel geplant sei. Von der Donau könnte die Gondelbahn über Kuchelau und das Kahlenberger Dorf bis auf den Kahlenberg geführt werden. Dabei soll die Seilbahn „über Gründen der Stadt Wien, des Bundes und des Stifts Klosterneuburg verlaufen – damit keine Privaten belästigt werden.“

In Wien begrüßt man das Vorhaben. „Es gab schon einmal eine Zahnradbahn auf den Kahlenberg“, erklärt Tiller. „Eine Seilbahn wäre jetzt wieder eine Fremdenverkehrsattraktion in einem Super-Erholungsgebiet.“

Darüber geredet wird schon lange – zu lange für manche. „Seit 20 Jahren hör’ ich das schon. Ich glaub’s erst, wenn’s so weit ist“, sagt etwa Herr Johann aus Klosterneuburg, der dem Kahlenberger Dorf von seinem Heurigentisch aus mit Bedauern „beim Sterben“ zusieht. „Eine Seilbahn wär’ super – aber wer soll das finanzieren?“

Zweckoptimismus

In den vergangenen zwei Jahren haben im Kahlenberger Dorf bzw. im Yachthafen Kuchelau zwei Lokale dicht gemacht. Jetzt gibt es im Zentrum nur noch zwei Heurigen und „Schimankos Winzerhaus“ sowie „Karins Radltreff“ an der Donaulände.

Deren Betreiber sind vorsichtig optimistisch. „Eine Seilbahn wäre schon super“, meint Radltreff-Chefin Karin Mayer. „Aber von konkreten Plänen hab’ ich noch nichts gehört.“ „Winzerhaus“-Pächter Richard Abraham schlägt in dieselbe Kerbe: „Ich bin neugierig. Für uns Unternehmer ist es gut, wenn sich was bewegt. Eine Seilbahn könnte ein Touristenmagnet sein.“

Davon ist auch Kubilay Uzkurt überzeugt. Der Geschäftsführer der „Terrasse Kahlenberg“ wird am Freitag Gastgeber der Projektpräsentation sein. Details kennt aber auch er noch nicht.

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