Chronik | Wien
30.08.2017

Kabelbrand am Bahnhof Meidling kostet die ÖBB 500.000 Euro

Für den Kabelbrand am Bahnhof Meidling müssen die Österreichischen Bundesbahnen tief in die Tasche greifen.

Hunderte Reisende mussten am 21. Juni wegen eines Kabelbrandes beim Bahnhof Meilding mit Verspätungen rechnen - der KURIER berichtete.

Was viele Pendler zur Weißglut brachte, kam den ÖBB teuer zu stehen. Denn die Kosten für die Instandsetzungsarbeiten betrugen laut KURIER-Recherchen rund 500.000 Euro. Ein Fünftel der Kosten fallen für Personal sowie Geräte an. Insgesamt wurden 30 Hochspannungsmuffen beschädigt, die ausgewechselt werden mussten. Weil noch dazu sieben Kilometer Hochspannungskabel neu verlegt wurden, mussten weitere 30 Hochspannungsmuffen neu installiert werden.

Für die Schadensstelle wurden nicht nur ÖBB-Techniker sondern auch ein Experte für Kabeltechnik und ein Experte der TU-Graz zu Rate gezogen. Was den Brand genau ausgelöst hat, ist noch unklar.

Die Untersuchung wird von der TU-Graz geführt. Ein Ergebnis soll dann im September vorliegen. Danach soll entschieden werden, ob es Sanierungsarbeiten bedarf oder nicht.

Südstrecke betroffen

Kurz vor Betriebsbeginn gegen 3.38 Uhr hatte ein Kabelschacht am 21. Juni Feuer gefangen, Züge konnten nur eingeschränkt fahren. Der Bahnhof Meidling musste bis 5.54 Uhr für den Bahnverkehr komplett gesperrt werden. Am meisten waren die Pendler auf der Südstrecke betroffen. Für den Nahverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, die Fernverkehrszüge auf der Südstrecke wurden über Gramatneusiedl umgeleitet. Insgesamt waren drei REX-Züge sowie die S 60 und die S 80 betroffen. Weil viele der Pendler auf das Auto umstiegen, kam es sogar auf der Südautobahn zu einem Stau.