© Birgit Seiser

Chronik Wien
04/29/2021

Juwelier-Mord in Wien-Landstraße geklärt: 20-Jähriger festgenommen

Ein 20-jähriger Serbe steht unter Tatverdacht. Ein Komplize soll noch auf der Flucht sein.

von Anja Kröll, Markus Strohmayer

Promi-Juwelier Berthold S. wurde Mitte Oktober vergangenen Jahres blutüberströmt im Eingang seines Geschäftes in der Landstraßer Hauptstraße gefunden. Laut Polizei war der 74-Jährige zahlreichen Schnitt- und vor allem Stichverletzungen erlegen. Wie nun bekannt wurde, hat die Polizei gestern, Donnerstag, einen Tatverdächtigen festgenommen. 

Dabei soll es sich um einen 20-jährigen Serben handeln. Der junge Mann war am Donnerstag mit einem Kleinbus von Serbien nach Ungarn unterwegs und wurde dann von Zielfahndern auf ungarischem Staatsgebiet dingfest gemacht.

Die Festnahme erfolgte nach Ansuchen von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bei einem Gespräch mit dem serbischen Polizeidirektor Vladimir Rebic in Belgrad. Österreichische Ermittler hatten den 20-Jährigen bereits im Visier. 

Nach dem Komplizen des Tatverdächtigen – ein 22-jähriger Serbe – wird noch gefahndet. „Ich bin froh, dass durch die enge bilaterale Zusammenarbeit dieser Erfolg gelungen ist“, betonte der Innenminister. „Dieser Ermittlungserfolg zeigt die ausgezeichnete Kooperation des Zielfahndungsnetzwerkes ENFAST und den Vorteil persönlicher Kontakte. Unser großer Dank geht an die serbischen Behörden“, ergänzte Bundeskriminalamtsdirektor Andreas Holzer.

Raubmord

Nach der Tat am 14. Oktober war zunächst viel ungewiss. So hieß es in ersten Berichten, Berthold S. sei erschossen worden. Wie sich später herausstellte, war keine Schusswaffe involviert. Die mit einem Messer bewaffneten Täter gingen allerdings äußerst brutal vor. Der 74-jährige Juwelier, ein ehemaliger Boxer, hatte sich heftig gewehrt.  

Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte der Überfall dann eskaliert sein. Ursprünglich wurde spekuliert, es könnte sich um einen Racheakt handeln. Tage nach dem Überfall stellte sich aber heraus, dass die Täter mit Schmuck flüchteten. Zeugen berichteten damals auch von drei fliehenden Männern. Auf Fahndungsfotos der Polizei waren aber stets nur zwei Männer zu sehen. Der zweite Verdächtige ist ebenfalls namentlich bekannt.

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