Chronik | Wien
30.03.2015

Grüner Kovacs: "Bin für Aus der Koalition"

SPÖ und Senol Akkilic "sollen halbes Jahr allein regieren", schreibt der Klubobmann der Grünen Ottakring.

Obwohl die Wiener SPÖ vergangenen Freitag einen Grün-Mandatar abgeworben und so ein neues Wahlrecht doch noch verhindert hat (mehr dazu in Grüner Politiker Senol Akkilic wechselt zur SPÖ), wollen die Grünen bis zur Wahl im Herbst in der Koalition bleiben. Es gebe noch Projekte zu beenden, sagte Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou am Samstag.

Nun lässt Joachim Kovacs, Klubobmann der Grünen Ottakring, mit der Forderung nach einem Aus der Koalition aufhorchen. "Stand heute bin ich für das Aus der Koalition. Ja, ich bin bekennender rotgrün-Fan und glaube dass diese Regierungsform, nach Grünrot, die Beste für uns Wiener_innen ist." Das schrieb Kovacs Sonntagabend in einem Blogeintrag, den er auf Twitter teilte. "(...) Wien braucht uns Grüne, aber die Stadt braucht starke, kämpferische Grüne die den Wiener Roten Stück für Stück ihren Verwaltungsfilz rausreissen und die Themen und Inhalte vorgeben."

Kovacs schreibt in seinem Eintrag weiter: "Soll die SPÖ und Senol Akkilic das halbe Jahr allein regieren. Die Grüne Handschrift ist und bleibt auch so in dieser Stadt sichtbar. Noch dazu kommt: die Wahl gewinnen wir. Ob wir rausgehen oder drinnen bleiben. Und die SPÖ verliert sie mit der selben Sicherheit. Wollen wir also das sich was ändert und der letzte Funken Hoffnung auf Rot Grün 2 nicht verloren geht, dann müssen wir jetzt die Notbremse ziehen."

Die Analyse, wie der SPÖ der Überraschungscoup gelungen ist, lesen Sie hier.

Den Leitartikel von Helmut Brandstätter, "Der grün-rote Akkilic als Vorbild der Jugend", lesen Sie hier.