Umstrittener Immo-Deal in Hietzing: FPÖ verlangt Sonderkommission
Die Wiener FPÖ forderte am Sonntag „lückenlose Aufklärung“ über den umstrittenen Immobiliendeal bei der ehemaligen städtischen Krankenpflegeschule im Herzen Hietzings: „Die jüngsten Enthüllungen des KURIER rund um den Verkauf in der Jagdschlossgasse sind ein handfester SPÖ-Skandal. Wieder einmal profitieren wenige bestens vernetzte Investoren, während die Wiener Steuerzahler die Verlierer sind“, hieß es in einer Aussendung als Reaktion auf den Bericht im Sonntag-KURIER.
Laut FP-Landesparteichef Dominik Nepp soll eine „unabhängige Sonderkommission“ die Causa neu aufrollen. Die FPÖ kündigte einen entsprechenden Antrag im nächsten Gemeinderat im Herbst an: „Diese Kommission soll sämtliche Unterlagen, Entscheidungsabläufe und Verantwortlichkeiten rund um den Verkauf der Liegenschaft umfassend prüfen“, so Nepp, der insbesondere die Rolle von Bürgermeister Michael Ludwig als damaligem Wohnbaustadtrat hinterfragen will.
Benkos Signa involviert
Wie berichtet, wurde das 1,5 Hektar große Areal mit dem historischen Gartenschlössl der Krankenpflegeschule anno 2014 von der Stadt Wien verkauft. Ohne Ausschreibung bekam der SP-Wien-nahe Bauträger BAI für 12,5 Millionen Euro den Zuschlag. Nachdem die BAI von René Benkos Signa geschluckt wurde, wird die Liegenschaft sieben Jahre später an einen Grazer Immobilienentwickler weiterverkauft – um 5,5 Millionen teurer. Doch die Stadt Wien kann an diesem Profit nicht partizipieren, weil die vertragliche Nachbesserungsklausel bei „Begründung von Wohnungseigentum“ nicht greift.
In der Jagdschlossgasse wurden bis 2024 aber ausschließlich Luxuswohnungen im Eigentum verkauft; und der vormals öffentliche Park ist seither abgeriegelt.
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