Ansturm auf Ventilatoren und Klimageräte
Symbolbild: Hitzewelle und Abkühlung
Seit Tagen liegen die Temperaturen über 30 Grad. So auch am kommenden Wochenende, wo Teile Österreichs an der 40 Grad Marke kratzen könnten. Für viele gibt es deshalb neben einer kalten Dusche oder einen Sprung ins Wasser nur eine Lösung: Ventilatoren oder Klimageräte. Die angekündigte Hitzewelle hat einen regelrechten Ansturm auf diese Geräte ausgelöst.
Das ist mittlerweile in vielen Baumärkten in Wien spürbar. So auch im Bauhaus in Brigittenau, dort sind die Folgen bereits deutlich sichtbar. Viele Regale mit der heiß begehrten Ware sind nur noch lückenhaft gefüllt. Kunden vergleichen Preise, wählen aus und befördern die sperrigen Kartons in Richtung Kassa. Andere suchen nach den letzten noch verfügbaren Geräten.
Online bestellen zu spät
„Wir haben den vorletzten Ventilator ergattert“, erzählt ein Mann triumphierend seiner Frau. Eigentlich habe das Paar online bestellen wollen. „Aber die Lieferung wäre nicht mehr rechtzeitig vor dem Wochenende gekommen. Und genau dann brauchen wir ihn.“ Bisher habe ein kleiner Handventilator gereicht. „Aber mittlerweile haben wir auch ein Baby zu Hause. Da wollten wir für die heißen Tage besser vorbereitet sein“, sagt die Frau.
Wenige Meter weiter stehen zwei Studenten vor dem Infoschalter. Einer hält einer Mitarbeiterin sein Handy mit einem Foto des gewünschten Geräts entgegen. Die Antwort fällt ernüchternd aus: Ausverkauft. Hoffnung gibt es dennoch. „Am Nachmittag sollte eine neue Lieferung kommen“, erklärt die Mitarbeiterin. Die beiden suchen nach einer möglichst günstigen Lösung. „Wir studieren noch. 300 Euro haben wir nicht einfach so im Geldbörsel.“
Noch auf Lager
Dass die Nachfrage derzeit außergewöhnlich hoch ist, bestätigt auch der Mitarbeiter einer Zgonc-Filiale. „Wir bestellen fast täglich nach. Wenn ich in der Früh 100 Ventilatoren im Geschäft habe, sind am Abend 100 weg“, sagt er. Im Vergleich zum Vorjahr habe der Ansturm heuer deutlich früher begonnen. „2025 war das erst Mitte Juli der Fall.“ Heuer ging es bereits vor offiziellem Beginn der Sommerferien richtig rund.
Wie lange die Geräte noch verfügbar sein werden, ist ungewiss. „Noch haben wir Ware auf Lager. Wir hoffen, dass das so bleibt“, sagt der Mitarbeiter. Zwar befinden sich in den Wiener Zentrallagern noch Klimageräte. Wann dort neuer Nachschub eintrifft, ist derzeit aber noch offen.
Kommentare