Chronik | Wien
28.07.2018

Großeinsatz in Wien-Simmering nach Verletzung mit Gaspistole

Wegen vieler Schaulustiger musste die Simmeringer Hauptstraße während des Einsatzes gesperrt werden.

Ein Schuss in einer Wohnhausanlage in Wien-Simmering hat in der Nacht auf Samstag zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Nachdem mehrere Bewohner den lauten Knall wahrgenommen hatten, langten mehrere Notrufe bei der Exekutive ein. Aufgrund der unklaren Gefahrenlage wurde eine größere Anzahl an Streifen und Beamten für den Einsatz abgestellt, erklärt Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Im Stiegenhaus des Gebäudes in der Simmeringer-Hauptstraße trafen die einschreitenden Polizisten auf zwei verletzte, aber ansprechbare iranische Männer im Alter von 23 und 38 Jahren. Sie gaben den Beamten zu verstehen, dass sie von einem männlichen Täter angegriffen wurden und es zu einer Schussabgabe aus einer Gaspistole kam. Da die beiden Iraner weder Deutsch noch Englisch sprachen, war eine Verständigung mit ihnen kaum möglich. Die Männer wurden mit leichten Verletzungen zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Laut Zeugen handelt es sich bei dem Schützen um einen 26 Jahre alten Hausbewohner aus Pakistan. Von dem Verdächtigen fehlte zunächst jede Spur, er konnte erst später in der Nacht im Haus angetroffen und von der Polizei befragt werden. Nachdem er jegliche Tatbeteiligung bestritt, wurde er auf freiem Fuß wegen des Verdachts der Körperverletzung angezeigt. Wegen der großen Zahl an Schaulustigen musste die Simmeringer Hauptstraße während des Polizeieinsatzes gesperrt werden. „Es gab doch eine erhebliche Menge an Schaulustigen“, sagt Eidenberger.