Prohaska und Krankl: Goldenes Ehrenzeichen für zwei Wiener Legenden
Am Samstagabend wurde das Wienliebe Festival am Rathausplatz eröffnet. Und das gleich mit einer großen Portion Liebe für zwei große Wiener.
Denn zwei der prägendsten Persönlichkeiten des Wiener Fußballs wurden im Rahmen der Eröffnung mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Stadt ausgezeichnet: Herbert Prohaska und Hans Krankl.
"Die beiden Wiener Originale haben über Jahrzehnte hinweg nicht nur sportliche Höchstleistungen erbracht, sondern auch die Identität dieser Stadt maßgeblich mitgeprägt", würdigte SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig die beiden ehemaligen Weltklasse-Kicker der Wiener Austria und des SK Rapid. Wien sei eine besondere Stadt mit "so viel, was gesichtslose andere Städte" nicht hätten, betonte Ludwig am Samstagabend.
Verbindung zu Wien über Fußball hinaus
"Hans Krankl und Herbert Prohaska stehen für Leidenschaft, Authentizität und eine unverwechselbare Verbindung zu Wien, die weit über den Fußball hinausreicht“, legte Ludwig nach.
Derbytime: Hans Krankl und Herbert Prohaska.
Gemeinsam mit dem Wiener Bürgermeister nahm Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, die Ehrung vor. Dieser betonte ergänzend, die beiden seien „Botschafter einer lebendigen Wiener Kultur, die Sport, Wirtschaft und Gesellschaft verbindet und international sichtbar macht. Beide stehen für Authentizität, Leidenschaft und eine tiefe Verbundenheit mit Wien – und sind damit weit über den Fußball hinaus eine echte Visitenkarte unserer Stadt.“
Herbert Prohaska und Hans Krankl.
Fußball 1978 in Cordoba, dafür stehen die beiden, erinnert Ludwig an den Spitz von Izmir von Prohaska, und erzählt die Karriere von Vorstadt Club zu Rapid und Barcelona. Herbert Prohaska und Hans Krankl würden beide für den Wiener Schmäh stehen.
Menge jubelt am Rathausplatz
Und der Rathausplatz jubelt für die beiden, für Hansi und dem Schneckerl.
Die Band Monti Beton & Johann K. tritt beim Wienliebe Festival auf der Bühne am Rathausplatz auf.
Auf Nachfrage betont Krankl, dass er auch mit dem Orden nicht zum Opernball gehen wolle, während Schneckerl Prohaska seinen Umzug nach Klosterneuburg mit einer Legende verteidigt: "Ein echter Wiener geht nicht unter." Um mit Krankl und Monti Beton "rostige Flügel" anzustimmen. Und die Menge jubelt wieder.
Festival wurde eröffnet
Neben der Ehrung wurde das Festival eröffnet. Es findet von 23. bis 25. Mai 2026 bei freiem Eintritt im Herzen der Stadt am Rathausplatz und im Rathauspark statt und wird von der Stadt Wien in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien organisiert.
Herbert Prohaska und Hans Krankl werden von Michael Ludwig und Walter Ruck auf der Bühne am Rathausplatz für ihre Verdienste um Wien geehrt.
Es handelt sich um die dritte Ausgabe des seit 2024 bestehenden Festivals, das sich in kurzer Zeit zu einem zentralen Besuchermagneten entwickelt habe, so die Stadt in einer Aussendung.
Das Festival folge einem Vier-Säulen-Modell aus Wiener Kultur, Wiener Kulinarik, Wiener Kunsthandwerk und erstmals Wiener Sport, womit 2026 eine zusätzliche inhaltliche Erweiterung erfolgt.
Sport als weitere Säule
An den beiden Wochenendtagen finden jeweils zwischen 11.00 und 16.00 Uhr Mitmachstationen, Showformate und Bewegungsangebote für alle Altersgruppen statt, unter anderem mit 3x3 Basketball, einem Programm der Erste Bank Open im Tennis, Beiträgen der Sport Austria Finals sowie Beteiligung der Special Olympics. Ziel ist es, Sport niederschwellig erlebbar zu machen und Bewegung in der Stadt sichtbar zu verankern.
Bei der Kultur setzt die Stadt auf die junge Wiener Musikszene und das klassische Wienerlied, kulinarisch stehen die Wiener Klassiker wie Schnitzel, Kaiserschmarrn und Würstel, aber auch Kebap, Pasta und Burger im Mittelpunkt.
Im Bereich Wiener Kunsthandwerk zeigen 15 Betriebe in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien traditionelle und zeitgenössische Handwerkskunst – von Schmuck über Textilien bis zu weiteren Gewerken – und unterstreichen damit die Bedeutung des Wiener Handwerks als Teil städtischer Identität.
Die Öffnungszeiten des Festivals sind am Samstag, 23. Mai, und Sonntag, 24. Mai, jeweils von 11.00 bis 22.00 Uhr sowie am Montag, 25. Mai, von 11.00 bis 18.00 Uhr.
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