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Illegaler Handel mit Glock-Teilen: Russe in Wien festgenommen

Ein 35-Jähriger soll in Österreich Waffenteile gekauft, illegal weiterverkauft und teilweise per Post ins Ausland verschickt haben.
Zwei Polizisten der Cobra mit taktischer Ausrüstung und Gewehren.

Der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) ist nach intensiven Ermittlungen ein 35-jähriger russischer Staatsbürger ins Netz gegangen, der in Österreich Waffenteile gekauft, illegal weiterverkauft und teilweise per Post ins Ausland verschickt haben soll.

Der Verdächtige wurde am 7. Juli in Wien im Zuge eines Waffenverkaufs festgenommen. Laut Innenministerium wollte er 23 Griffstücke und Läufe der Marken Glock, SCT und Lone Wolf um 4.500 Euro verkaufen. Bezahlt wurde teils bar, teils mit Kryptowährungen. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung wurden Datenträger, Bargeld und Beweise zu den Verkäufen sichergestellt.

Die Festnahme erfolgte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien und wurde vom Einsatzkommando Cobra unterstützt. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft und verweigert bislang die Aussage.

„Gefährliche Gesetzeslücke geschlossen“

Die Ermittlungen stehen auch im Zusammenhang mit der Waffengesetz-Novelle 2025. Durch die Gesetzesänderung gelten Griffstücke und Gehäuse nun als wesentliche Waffenteile und dürfen nur noch mit entsprechender Bewilligung über Waffenhändler erworben oder verkauft werden.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sprach von einem „bedeutenden Schlag gegen den internationalen Waffenschmuggel“ und betonte, dass die Verschärfung des Waffengesetzes Wirkung zeige.

Auch Jörg Leichtfried (SPÖ), der für die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst zuständige Staatssekretär im Innenministerium, gratulierte: „Die Ermittlungen zeigen einmal mehr, welche Gefahr vom Handel mit Waffenteilen wie Griffstücken und Gehäusen ausgeht. Daher bin ich sehr froh, dass wir im letzten Jahr diese gefährliche Gesetzeslücke schließen und damit auch den Verfassungsschutz in seiner täglichen Arbeit stärken konnten“.

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