Parken, Müll, Kanal, Wasser: Aufregung um neue Teuerungs-Welle in Wien
Während auf Bundesebene nach der Spritpreisbremse nun auch eine Strompreisbremse installiert wird, drohen diese Maßnahmen in Wien zu verpuffen: Denn nach den zahlreichen, mitunter drastischen Tariferhöhungen heuer – siehe etwa die Öffi-Jahreskarte – steht die nächste Teuerungswelle bei den kommunalen Gebühren für Müllabfuhr, Wasser und Kanal im kommenden Jahr schon bevor. Der entsprechende KURIER-Bericht vom Mittwoch hat jedenfalls hohe Wellen geschlagen.
Wie berichtet, wurde der Schwellenwert von 3 Prozent Inflation für die nächste Gebührenerhöhung gemäß Valorisierungsgesetz bereits im April deutlich überschritten – ein Anstieg von mindestens 4,5 Prozent ab Jänner ist daher wahrscheinlich. Auch die Kurzparkstunde könnte sich entsprechend um 10 Cent auf 3,50 Euro verteuern.
In der Rathaus-Opposition sorgte dies naturgemäß für harsche Kritik: „Wiens Kassen sind leer, und jetzt müssen die Wienerinnen und Wiener dieses finanzielle Schlamassel ausbaden“, kritisierte FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp. Angesichts explodierender Sozialausgaben sei dies „nichts anderes als eine brutale Abzocke auf Kosten der Wiener“.
Auch VP-Finanzsprecher Hannes Taborsky sparte nicht mit harten Worten: „Die Menschen in Wien können sich ihr Leben immer schwerer leisten. Statt endlich echte Reformen anzugehen und auf der Ausgabenseite zu sparen, greifen SPÖ und Neos jedes Jahr nur tiefer in die Taschen der Bevölkerung und der Betriebe.“
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