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Chronik | Wien
01/14/2019

Gasexplosion in Wien: Leitung wurde bei Bauarbeiten beschädigt

Opfer liegt im künstlichem Tiefschlaf. Lichtschalter dürfte Verpuffung ausgelöst haben.

Die Ursache  für   die  Gasexplosion vom 5. Dezember im Emil-Reich-Hof in Wien-Döbling dürfte klar sein. Bereits damals wurde gemutmaßt, dass die Baustelle in einer Wohnung darüber  zusammenhänge könnte.   „Fest steht bislang, dass durch Bauarbeiten ursprünglich in Verbindung stehende Rohrteile gelöst wurden und es somit bei einer undichten Stelle zum Gasaustritt gekommen ist“, sagt Polizeisprecher Paul Eidenberger. Danach könnte  nach derzeitigen Erhebungen das Gas-Luft-Gemisch durch das Einschalten eines Lichtes entzündet worden sein.

Da das Wohnhaus in den 50er Jahren errichtet wurde, seien die Ermittlungen schwierig. Finale Sachverständigengutachten aller Bau- und Sanierungsarbeiten werden laut Polizei noch eingeholt, die „ursächlich mit den Gasleitungen in Verbindung stehen könnten“.

Opfer noch im Spital

Die Familie ist mittlerweile umgesiedelt.  Das Opfer konnte noch immer nicht befragt werden. Der 17-Jährige liegt selbst  noch immer im Wiener AKH, befindet sich laut KURIER-Informationen im künstlichen Tiefschlaf. Im Krankenhaus ist das Zentrum für Schwerbrandverletzte ansässig.  

Der Jugendliche war nach der Explosion selbst auf die Straße gelaufen. Eine Ärztin, die ihre Ordination in der Nähe des Unglücksortes hat, war dem Teenager zu Hilfe geeilt. Trotzdem hatte der 17-Jährige noch selbst die Einsatzkräfte alarmiert.

Die Explosion war laut Wiener Berufsfeuerwehr so heftig, dass Teile des Fensterstockes sowie Mauerteile auf die Straße geschleudert wurden.  Das Gebäude musste evakuiert werden. Die Döblinger Hauptstraße war zwischen Barawitzkagasse und Hofzeile gesperrt worden und konnte erst nach einigen Stunden wieder freigegeben werden. Daniel melcher