Chronik | Wien
03.03.2013

Fünf-Sterne-Luxus für eine besondere Nacht

Einmal in einem Luxus-Hotel übernachten. Für ein Wiener Paar ging ein Traum in Erfüllung. Der KURIER war dabei.

Er hat den Schwamm fallen gelassen und zum Handy gegriffen. „Ich habe beim Badezimmerputzen Radio gehört und gleich angerufen“, erzählt Gottfried Berger. Er ist einer von 30 glücklichen Hörern, die dank eines Gewinnspiels von Radio Wien das neue Hotel Kempinski am Schottenring samt Begleitung für eine Nacht testen dürfen.

Jetzt sitzen Berger und seine Lebensgefährtin Martina Knechtl bei einem Glas Wein in der Lobby des Hotels, die einst ein Innenhof war. „Mir gefällt das Ambiente“, sagt Berger, „der Mix aus modernen Elementen und dem alten Palais passt sehr gut. Ich bin schon gespannt, wie die Zimmer aussehen.“

Zweieinhalb Jahre dauerte der Umbau, des Palais, das 1869 bis 1873 nach Plänen von Theophil Edvard von Hansen für die Weltausstellung 1873 erbaut wurde. Ursprünglich als Hotel geplant, beherbergte das Palais bisher aber verschiedene städtische Ämter.

Nun stehen den Gästen 98 Doppelzimmer und 53 Suiten zur Wahl. Die Zimmerpreise beginnen bei 260 Euro, für die 320 Quadratmeter große Präsidentensuite sollte man allerdings etwas mehr Geld im Säckel haben: Sie kostet 15.000 Euro pro Nacht.

Zimmersuche

Nach dem Aperitif führt eine Concierge das Paar aufs Zimmer. Mit dem gläsernen Lift in der Lobby geht es nach oben, nach kurzer Suche ist das Zimmer 155 gefunden.

Drinnen beginnt das große Staunen, alles wird genau begutachtet. Sämtliche Möbel sind aus edlem Vogelaugenahorn, das Doppelbett ist riesig und weich, auf dem Nachttisch liegt ein iPad. Es dient zum Surfen, auch die Elektronik im Zimmer und das Licht können damit bedient werden. „Ich hab’ die Zimmer schon im Internet gesehen, aber das ist schon der pure Luxus“, sagt Knechtl.

Ihr Lebensgefährte testet unterdessen das Bad. „Ganz wichtig sind die Haken im Bad, für die Bademäntel. Viele Hotels vergessen das“, sagt Berger. Im Kempinski hat man nicht darauf vergessen. Auch die Regendusche gefällt. Wozu man aber am WC ein Telefon braucht, erschließt sich dem Hoteltester nicht. Zurück geht es zur Frau ins Schlafzimmer. Mit einem Sprung wirft sich Berger auf das Bett: „Super. Da werma gut schlafen.“

Am nächsten Tag ist das Paar noch immer beeindruckt. „Es war ein Erlebnis, so richtig zum genießen“, sagt Berger. „Ich werde sicher einmal auf einen Kaffee zurückkehren.“