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Chronik Wien
07/21/2021

Die langsame Rückkehr der Touristen

Rumänien und Polen erstmals unter den Top-Besucher-Ländern

von Nina Oezelt, Christa Schimper

Langsam kehren Touristen zurück: Statistiken von Wien Tourismus decken eine Verschiebung der Herkunftsländer der Besucher auf. „Natürlich fehlen uns Touristen aus China und Russland“, heißt es aus dem Wien-Tourismus-Büro. Aber die veröffentlichten Zahlen (siehe Grafik) sei nur eine Momentaufnahme. Erst seit 19. Mai sei der Freizeittourismus wieder möglich.

Dafür sei der Nahtourismus gestiegen. Die Besucher aus Deutschland und aus der Schweiz seien besonders wichtige Besucher – wegen ihrer Kaufkraft. Und erstmals befinden sich Länder wie Rumänien oder Polen unter den Top 10 der Wien-Besucher. Die Nächtigungszahlen im Juni machen im Vergleich zu 2019 gerade einmal ein Fünftel aus. Wiens Tourismus ist von den „normalen Zahlen“ vor Beginn der Corona-Pandemie weit entfernt. Lediglich zum ebenfalls stark betroffenen Juni im Vorjahr ergibt sich rechnerisch ein Plus von 84 Prozent.

 

Im Gesamtjahr 2021 wurden bisher 800.000 Übernachtungen in den Wiener Hotels registriert. Das ist ein Minus von 71 Prozent zu 2020. Voriges Jahr gab es im selben Zeitraum 2,8 Millionen Nächtigungen. Vergangenes Jahr sind nämlich Jänner und Februar noch ohne Einschränkungen verlaufen. Daher ist man auch über die Einkünfte nicht erfreut: 34,7 Millionen Euro an Netto-Nächtigungsumsatz wurden von Jänner bis Mai 2021 erzielt. Das ist ein Rückgang von 74 Prozent zum Vergleichszeitraum 2020.

Attraktionen berichten

Die klassischen Touristenattraktionen bestätigen: Im Belvedere wollen wieder mehr Touristen Klimts Kuss sehen. Sie kommen vor allem aus Italien, Frankreich, Spanien und Ungarn. Aber trotz Steigerung der Besuchszahlen bewegen sich die Zahlen bei knapp einem Viertel vom Vorkrisenniveau. Beim Wahrzeichen, dem Wiener Riesenrad, wurden vereinzelt sogar Amerikaner begrüßt. Der größere Andrang käme aber aus den Nachbarländern – etwa Tschechien, Slowakei, Polen.

Im Tiergarten Schönbrunn fragt man seit Juli die Herkunftsländer beim Eingang ab. Der Touristenanteil sei von 40 auf 25 Prozent gesunken. Sie kommen ebenso aus Deutschland, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Polen und der Schweiz. Faktisch hätten sie keine Besucherinnen und Besucher aus Russland, den USA, England und dem arabischen Raum.

Ändern könnte sich das durch neue Flugverbindungen. Nach über einem Jahr Pause nimmt Air Canada ab heute dreimal die Woche, Flüge zwischen Wien und Toronto wieder auf. Und Etihad fliegt seit vergangener Woche zweimal die Woche direkt von Abu Dhabi nach Wien.

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