Zwei Frauen in Wien bei Übergriffen ihrer Partner verletzt

Polizei-Abzeichen auf einer Uniform.
Die Opfer kamen in beiden Fällen mit leichten Blessuren davon, die Täter wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Zwei Frauen sind am Dienstag in Wien bei Attacken ihrer Partner verletzt worden. Glücklicherweise kamen beide Opfer laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger mit leichten Blessuren davon. Die Täter wurden in beiden Fällen auf freiem Fuß angezeigt, aber mit Betretungs- und Annäherungsverboten sowie vorläufigen Waffenverboten belegt. 

Die Motive der Täter waren aber höchst unterschiedlich, in einem Fall Eifersucht, im anderen die Trennungsabsicht des Aggressors.

Bereits gegen 7.15 Uhr wurden Polizisten in eine Wohnung in der Engerthstraße gerufen. Ein 32-jähriger serbischer Staatsangehöriger war mit seiner 27-jährigen Lebensgefährtin, mit der er schon lange zusammen ist, wegen Eifersucht in Streit geraten und wurde handgreiflich. Er würgte sie und drohte ihr mit dem Umbringen. Dabei wurde die Frau leicht verletzt.

Geständnis nach Festnahme

Die Polizisten nahmen den Mann wegen Verdachts der gefährlichen Drohung und der Körperverletzung fest. Er legte ein reumütiges Geständnis ab. Zuvor war das Paar polizeilich noch nicht aufgefallen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft erfolgte die Anzeige auf freiem Fuß.

Kurz nach 12.30 Uhr wurden die Beamtinnen und Beamten zu einer Wohnung im Penzinger Bezirksteil Breitensee gerufen, weil ein 55-Jähriger seine 48-jährige Lebensgefährtin mehrfach geschlagen und mit einem Messer bedroht hatte. Als Motiv gab er an, dass er sich von ihr trennen wollte, sie habe das aber nicht goutiert. Er wurde vorläufig festgenommen und in einen Arrestbereich überstellt.

Weitere Verletzung entdeckt

Im Zuge der Ermittlungen wurde eine weiter zurückliegende Körperverletzung entdeckt, die ebenfalls auf das Konto des Mannes, dessen Staatsangehörigkeit bisher ungeklärt blieb, gehen dürfte. Das Opfer wurde leicht verletzt, der Täter wegen des Verdachts der schweren Nötigung und der Körperverletzung angezeigt.

Hilfeangebote des Vereins AÖF: Die Frauen-Helpline gegen Gewalt 0800/222-555 steht rund um die Uhr, mehrsprachig, anonym und kostenlos allen Frauen, Angehörigen und Interessierten zur Verfügung: www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at.

Die Wiener Polizei ist Ansprechpartner für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder selbst Opfer von Gewalt sind. Der Polizei-Notruf ist unter der Nummer 133 jederzeit erreichbar. Die Kriminalprävention des Landeskriminalamt Wiens bietet darüber hinaus persönliche Beratungen unter der Hotline 0800/216346 an.

Weitere Anlaufstellen für Gewaltopfer: Gewaltschutzzentrum Wien: https://www.gewaltschutzzentrum.at/wien/ 01/585-32-88 - 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien: 01-71719 - Wiener Frauenhaus-Notruf 057722 - Österreichische Gewaltschutzzentren: 0800/700-217)

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