Bankomat in Wien-Döbling gesprengt: Täter flüchteten ohne Beute
Die Bankfiliale in Döbling wurde vorübergehend geschlossen.
Zwei Täter haben in der Nacht auf Mittwoch in Wien-Döbling einen Bankomaten gesprengt. Laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger dürfte das Duo gegen 2.00 Uhr in das Foyer der Filiale in der Döblinger Hauptstraße gekommen sein und dort einen Automaten in die Luft gejagt haben.
Dabei dürften sie nicht sehr versiert vorgegangen sein. Sie verursachten großen Sachschaden, kamen aber nicht an das Geld. Mit einem E-Moped flüchteten sie in Richtung Spittelau.
Der Tatort wurde großräumig abgesperrt. Sprengstoffkundige Organe und der Entschärfungsdienst der Direktion Spezialeinheiten (DSE) sicherten das Foyer. Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen auf.
Vermutungen zu Tätern
Die Hintergründe waren zunächst unklar. Erste Vermutungen gingen allerdings aufgrund des Modus Operandi davon aus, dass es sich um neue Mitglieder einer Gruppe handeln könnte, auf deren Konto zahlreiche ähnlich gelagerte Sprengungen seit Ende 2024 in mehreren Bundesländern ging und von denen im vergangenen Jahr ein Großteil der Täter festgenommen sowie teils bereits verurteilt wurde.
Das Duo in der vergangenen Nacht entkam der Polizei nur mit Glück. Auf der Flucht kam ihnen ein Streifenwagen entgegen, der die Verdächtigen beinahe gestoppt hätte, wie Haßlinger der APA schilderte. Sie konnten jedoch über den sogenannten Skywalk entkommen, der von Döbling zur Spittelau führt. Dort kamen ihnen die Beamten mit dem Auto nicht mehr nach.
Kommentare