Chronik | Wien 05.12.2011

FPÖ will Wasserzähler in allen Wohnungen

Kosten: Gerät gibt es um 60 Euro, der nachträgliche Zähler kann teurer kommen.

Die FPÖ drängt auf den Einbau von Wasserzählern in den Wohnungen. Angesichts der Erhöhung der Wassergebühren um 33 Prozent würden eigene Zähler für jede Wohnungen mehr Gerechtigkeit bringen, als die Aufteilung der Kosten nach Quadratmetern, argumentiert FPÖ-Gemeinderätin Henriette Frank. Wer mehr verbraucht, zahlt auch mehr. Sie hat mehrmals entsprechende Anträge im Gemeinderat eingebracht.

Bei den gemeinnützigen Bauträgern ist das bereits Standard. Verbandsobmann Karl Wurm: "Wir bauen seit etwa 15 Jahren in alle neuen Häuser Wasserzähler für jede Wohnung ein." Das macht Sinn. Studien in Deutschland haben ergeben, dass dadurch der Wasserverbrauch um bis zu 25 Prozent sinkt.

Der nachträgliche Einbau von Wasserzählern kann allerdings teuer kommen. Wobei es nicht um den Preis für das Messgerät geht. Einzelzähler für Wohnungen kosten etwa 60 Euro. Entscheidend sind die Ausgaben für den Einbau. Wenn die Steigleitungen leicht zugänglich sind, ist die Nachrüstung ohne hohe Ausgaben möglich.

Andernfalls machen die Einbauarbeiten ein Vielfaches der Ausgaben für den Zähler aus. Bei manchen Wohnungen gibt es getrennte Steigleitungen für den Sanitär- und den Küchenbereich.

Laut dem Büro von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig kann es 60 Jahre dauern, bis die Einbaukosten durch geringere Ausgaben für das Wasser abgedeckt werden. Die Zähler müssen auch alle fünf Jahre geeicht werden, was ebenfalls Kosten verursacht.

"Einzel-Wasserzähler waren bisher noch kein Thema", erläutert Wurm die Prioritäten der Mieter . "Die Aufteilung der Kosten der Fernwärme unter den Mietern allerdings sehr wohl."

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011