© Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub

Chronik Wien
02/17/2021

Fastenzeit: Pullover von Erwin Wurm im Steffl

Von Aschermittwoch bis zum Karsamstag wird im Stephansdom das Fastentuch - in Form einens großen lila Pullovers von Erwin Wurm - vor dem Altar hängen.

von Nina Oezelt

Das Fastentuch hat während der Fastenzeit genau eine Aufgabe in der Kirche: nämlich die bildlichen Darstellungen Jesu und das Kreuz zu verhüllen. Seit 2013 bittet Dompfarrer Toni Faber Künstler, diese Verhüllung zu gestalten. 

Zum zweiten Mal hängt nun der 80 Quadratmeter große Pullover – gestaltet von Erwin Wurm – vor dem Hauptaltar im Stephansdom.

 

 

Vor dem Dom

Vor dem Dom steht eine große, orange Wärmeflasche mit Füßen. 

Erwin Wurm und Dompfarrer Toni Faber

Das Fastentuch ist 80 Quadratmeter groß, bedeckt den Altar und wird bis zum Karsamstag dort hängen bleiben.

"Wir müssen durchhalten, einander Nächstenliebe und Wärme schenken. Zugleich macht der Pullover deutlich: Wir sind auf jemanden angewiesen, der uns schützt, der uns ein Schutzmantel ist", meint dazu der Dompfarrer. 

 

 

An der Südseite des Domes steht eine ebenso überdimensionale orange Wärmflasche, die den Betrachtern symbolisch Wärme spenden will. Letztes Jahr war diese Wärmeflasche noch schwarz.

Das Fastentuch im Dom wird seit 2013 von heimischen Künstlern gestaltet. Dazu zählten Peter Baldinger, Victoria Coeln oder Eva Petric. Von Victoria Coeln gibt es außerdem noch bis zum 31. März in der Stadt die "Wiener Lichtblicke" - eine Lichtausstellung zum Begehen  - zu betrachten.

Ab Aschermittwoch bietet die Kirche in Österreich auch wieder eine tägliche Papst-SMS an. 40 Tage lang erhält man tägliche ein Zitat von Papst Franziskus zugesendet. 

Dabei handelt es sich um Worte des Papstes bei verschiedenen Anlässen des vergangenen Jahres. Anmelden kann man sich dazu durch eine SMS mit dem Kennwort "PAPST" an die Telefonnummer 0664/6606651.

Der in Bruck an der Mur geborene Künstler ist für seine ungewöhnlichen und großen Skulpturen bekannt. Er studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und an der Akademie der bildenden Künste in Österreich.

Wurm verwendet für seine Skulpturen Alltagsgegenstände wie Nägel und Schrauben. Ende der 1980er Jahre arbeitete er an seinen One Minute Sculptures, die Personen mit Alltagsgegenständen in seltsamen und fast unnatürlichen Posen zeigen.

Erwin Wurm, der österreichische Künstler habe sich bereits letztes Jahr bei dem Kunstwerk von der christlichen Ikonografie, konkret von der Schutzmantelmadonna inspirieren lassen. Die Verbindung von avantgardistischer Kunst und Tradition, wie sie hier umgesetzt werde, sei dabei gewissermaßen eine "Rückkehr zu meinen Anfängen", so der international bekannte Künstler.

 


 

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