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Betrugsaffäre
11/13/2013

Falsche Abrechnungen: Wiener Wohnen kündigt Firma

Eine Handwerksfirma hat Wiener Wohnen bei Sanierungen zu viel verrechnet

Die Anschuldigungen haben sich bestätigt: Eine Handwerksfirma hat Wiener Wohnen bei Sanierungen zu viel verrechnet – im Schnitt um knapp ein Viertel, bestätigte Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) am Mittwoch. Die Konsequenz: Die Verträge mit der Firma werden gekündigt, die finanziellen Schäden eingeklagt.

Seit vergangenen Herbst bestand der Verdacht, ein mit der Sanierung von Gemeindewohnungen beauftragtes Unternehmen, habe nicht erbrachte Leistungen verrechnet.Wiener Wohnen schaltete daraufhin die Staatsanwaltschaft ein, aktivierte die interne Revision und Expertenteams zur Qualitätskontrolle. 25 Wohnungen sind in den vergangenen Monaten von Experten „seziert“ worden, berichtete Ludwig.

Die Untersuchungen konnten die Vermutung nun bestätigen – und zwar zu 100 Prozent, sagte Wiener-Wohnen-Chef Josef Neumayer.

So habe das Unternehmen beispielsweise eine Wand nicht wie angeordnet drei Mal, sondern nur ein Mal ausgemalt. Auch die Grundierung habe gefehlt. Mieter seien durch die Fehlverrechnungen jedoch nicht zu (finanziellen) Schaden gekommen, wird versichert.

Verträge gekündigt

Die Firma führte seit mehreren Jahren, Aufträge für die Stadt Wien durch – im Durchschnitt etwa 1500 pro Jahr. Zwei Aufträge seien derzeit noch offen. Aber der Wohnbaustadtrat stellte klar: „Wiener Wohnen wird mit sofortiger Wirkung, die Verträge mit dem Unternehmen kündigen.“ Zudem werde der finanzielle Schaden, der durch die falsche Abrechnungen passiert ist, eingeklagt. Allerdings nur jener, der sich aus den 25 untersuchten Wohnungen ergab. Das seien in etwa 44.500 Euro.

Im Zuge der Kontrollen wurden auch bei anderen Firmen Fehlverrechnungen entdeckt. Diese Betriebe will sich Wiener Wohnen als Nächstes zur Brust nehmen. 25 Experten sind seit 1. Juli im Einsatz.

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