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Chronik Wien
02/20/2019

EU-Projekt soll Artenvielfalt in der Stadt erhalten

Wien und Bratislava setzen Maßnahmen zum Schutz von Insekten, Fledermäusen und Schwalben.

von Bernhard Ichner

Eine Gegeninitiative zum Artensterben setzt die Stadt Wien im Rahmen des grenzüberschreitenden EU-Projekts „City Nature“, das auf die Stärkung der Biodiversität im urbanen Lebensraum abzielt. Umgesetzt werden die Maßnahmen von der Umweltschutzabteilung (MA22) in Kooperation mit der Forstverwaltung Bratislava, dem slowakischen Institut für angewandte Ökologie (Daphne) und dem Biosphärenpark Wienerwald.

Ein Motiv für die Teilnahme Wiens ist das von landwirtschaftlichen Monokulturen, Pestizideinsatz und Klimaerwärmung verursachte Insektensterben. Verschwinden die Insekten, die maßgeblich für die Bestäubung und Verbreitung von Pflanzen verantwortlich sind und anderen Tieren als Nahrung dienen, hätte das weitreichende Folgen. Unter anderem würde es das Ende der Vogelfauna bedeuten.

Fledermäuse

Im Rahmen des auf drei Jahre angesetzten Projekts „City Nature“ sollen nun vielfältige Gegenmaßnahmen gesetzt werden. So wird es etwa eine Reihe von Veranstaltungen geben, bei denen über Artenschutz informiert wird.

Dabei liegt der Fokus aber nicht nur auf Insekten, sondern auch auf deren Fressfeinden wie Fledermäusen und Mehlschwalben. So sollen durch Telemetrie die Fortpflanzungsstätten seltener Fledermausarten, zum Beispiel vom Großen Mausohr oder dem Grauen Langohr, erforscht werden. Außerdem ist geplant, die Lebensumstände der Mehlschwalbe in Wien und Bratislava über einen längeren Zeitraum zu analysieren. Im Vordergrund dieser Maßnahmen stehe das Bemühen, den Bestand dieser Arten langfristig zu sichern, heißt es bei der MA22.

Das Interreg-Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

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