Chronik | Wien
20.12.2017

Einsturzgefahr: TU Wien wurde teilweise evakuiert

Feuerwehr: "Sicherheitsmaßnahme, weil Einsturzgefahr bestand". Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, Straßen freigegeben.

„Die TU ist eine einzige Baustelle“ – sagen Studenten. Tatsächlich wird im Hauptgebäude der Technischen Universität Wien ( TU) auf dem Karlsplatz viel gebaut. Seit knapp vier Monaten auch das neue Hörsaal- und Seminarraumzentrum im alten Strömungslabor – dabei kam es Mittwochabend zu einem Zwischenfall.

Kurz nach 18 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, sie musste einige Dutzend Studenten und Mitarbeiter aus dem Hauptgebäude zwischen Stiege 2 und 7 holen. „Das war eine Sicherheitsmaßnahme, weil Einsturzgefahr bestand“, sagt Gerald Schimpf, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr. Auch die Fachschaft Bauingenieurswesen soll geräumt worden sein.

Die Wiener Berufsrettung rückte mit sechs Fahrzeugen, darunter drei Katastrophenzüge, an. Es dürfte aber niemand verletzt worden sein.

Steher beschädigt

Laut ersten Informationen soll bei den Bauarbeiten ein Steher im Fundament beschädigt worden sein. Die Feuerwehr sperrte Mittwochabend Teile des Gebäudes, befestigte Stützen im Keller der TU und führte eine „statische Beurteilung“ durch. Der Eingang auf der Rückseite der TU – zur Panigl- und Karlsgasse hin – wurde gesperrt. Ebenso Gehsteige und Straßen in der Nähe sowie Durchgangswege im Hof der TU. Die Baupolizei war mit Statikern vor Ort.

Nachdem Stahlstützen zwischen den Wänden eingespannt worden waren, konnten die Sperren der angrenzenden Straßen wieder aufgehoben werden. Gegen 22.00 Uhr waren die Arbeiten der Feuerwehr beendet.

Bereits am Donnerstag soll eine Baufirma mit der endgültigen Behebung der Schäden beginnen.