Der Autoverkehr soll künftig unter dem Schwedenplatz verschwinden.

© /Kieran Fraser Landscape Design

Wien
03/30/2016

Ein Fahrstreifen weniger beim Wiener Schwedenplatz

Vassilakou im Gemeinderat: Reiner Linksabbieger wird kaum benutzt. Diskussion über Hochhausprojekt beim Eislaufverein.

Der Wiener Schwedenplatz soll bekanntlich in den kommenden Jahren umgestaltet werden. Sechs Konzepte stehen zur Auswahl, Bürgerwünsche werden gerade eingearbeitet. Bis Sommer soll der Umsetzungsplan dann vorliegen. Fix ist allerdings schon, dass die Anzahl der Autospuren von derzeit fünf auf vier reduziert wird, sagte Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Mittwoch.

"Sie kann wegfallen, ohne dass der Fließverkehr beeinträchtigt wird"

Beeinträchtigungen für den Verkehr werde es aber nicht geben, versprach die Ressortchefin in der Fragestunde des Gemeinderates. Denn wegfallen wird die linke Spur vor der Schwedenbrücke - derzeit lediglich ein Linksabbieger, um in die Leopoldstadt zu gelangen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass diese Spur von sehr wenigen Fahrern benutzt werde. "Sie kann also wegfallen, ohne dass der Fließverkehr beeinträchtigt wird", erklärte Vassilakou.

Abbiegen in den zweiten Bezirk wird man aber weiterhin können. Denn der Linksabbieger wird einfach in die nächstgelegene Spur, die derzeit nur geradeaus führt, integriert.

Neuer Bericht zu Weltkulturerbe

Auf Anfrage der FPÖ wurde auch über dasHochhausprojekt beim Eislaufverein im dritten Bezirkdiskutiert. Einerseits wollten die Freiheitlichen wissen, wie der derzeitige Stand der Dinge beim geplanten Hochhaus beim Eislaufverein aussieht. Geht es nach dem Architekten, soll dort ein 73 Meter hohes Hochhaus entstehen.

Die FPÖ vermutet nun einen neuen Bericht zu den Hochhausplänen: Denn im November sei ein Architekt in einer so genannten "ICOMOS Reactive Monitoring Mission" des internationalen Rats für Denkmalpflege in Wien gewesen. Dieser Bericht soll laut FPÖ "verheerend" für den Weltkulturerbe-Status ausfallen.

FPÖ will Vassilakous Rücktritt bei Hochhaus-Bau

Vassilakou bekräftigte, dass sie trotz des 73 Meter hohen Bauwerks davon ausgehe, dass das Projekt nicht das Weltkulturerbe-Prädikat für die Innenstadt gefährde. Der Fokus dürfe außerdem nicht nur auf die Höhe des Turms, sondern müsse auch auf die stadträumlichen Qualitäten gelegt werden. Wie die Beurteilung der UNESCO tatsächlich ausfällt, werde sich bei der nächsten Sitzung des Komitees im Sommer zeigen, so Vassilakou. Der Gemeinderat müsse dann entscheiden, ob der Hochhausplan tatsächlich realisiert wird. Die FPÖ hat den Rücktritt von Vassilakou gefordert - für den Fall, dass das umstrittene Hochhaus tatsächlich gebaut wird.

"Rot-Grün will Monsterprojekt auf Biegen und Brechen durchdrücken"

Es erhärte sich der Verdacht, dass Rot-Grün das "Monsterprojekt auf Biegen und Brechen durchdrücken will" und dafür das Weltkulturerbe der City aufs Spiel setze, kritisierte Mandatar Dietrich Kops.

Bilderstrecke: Der Wiener Eislaufverein damals & heute

Eislaufverein…

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Kopie von Kopie von Eislaufverein…

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Neugestaltung des Areals Heumarkt/Lothringerstraße

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Wiener Eislaufverein

Vassilakou hatte sich zuvor im Gemeinderat optimistisch gezeigt, was das Welterbe-Prädikat anbelangt. Die Stadt sei der Ansicht, dass bei einer möglichen Realisierung des Turms "die Integrität der Welterbestätte im vollen Umfang erhalten bleibt", betonte sie in der Fragestunde.

"Wie kommen Sie zu dieser Sicherheit, dass unser Welterbe-Status nicht in Gefahr ist?"

"Wie kommen Sie zu dieser Sicherheit, dass unser Welterbe-Status nicht in Gefahr ist?", fragte die ÖVP Innere Stadt daraufhin. Denn die Realisierung des Turms könnte dazu führen, dass das Weltkulturerbe irreversibel beschädigt werde, verwies Sebastian Gimbel, Klubobmann der Bezirkspartei, per Aussendung auf einen kürzlich veröffentlichten Bericht im Auftrag von ICOMOS, Beratergremium der UNESCO.

Neue Anlaufstelle für den Twin City Liner in Bratislava

Neue Anlaufstelle für den Twin City Liner: Er wird ab der heurigen Saison - die vorigen Freitag begann - an einer modernen Station in Bratislava anlegen. Der Ponton wurde völlig neu aufgebaut. Er ist architektonisch den beiden Schnellkatamaranen nachempfunden und verfügt über Souvenirläden und ein Cafe.

Der neue "Twinny-Hafen" befindet sich laut Wien-Holding nun näher bei der Innenstadt, direkt bei der "Novy most", der neuen Brücke. Der Donaushuttle verkehrt seit 1. Juni 2006 zwischen dem Wiener Schwedenplatz und der slowakischen Hauptstadt. Seit 2008 sind zwei Schiffe unterwegs. Insgesamt hat der Twin City Liner in den vergangenen zehn Jahren 1,2 Mio. Passagiere befördert.

Das runde Jubiläum wird mit Sonderangeboten - etwa für Senioren oder Studierende - gefeiert. Rechtzeitig zum Geburtstag ist auch ein eigenes T-Shirt erhältlich. Es wurde von einer Schülerin der Modeschule Hetzendorf entworfen und zeigt eine schematische Darstellung der Passagierkabine.

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