Polizei am Donauinselfest: "Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor"
Die Polizei (im Bild am Donauinselfest 2024) wird auch heuer mit mehreren Hundert Einsatzkräften vor Ort sein.
Das Sicherheitskonzept für das Donauinselfest (3. bis 5. Juli) ist nicht jedes Jahr das gleiche. Es wird je nach Gefährdungslage und technischen Möglichkeiten adaptiert. Die Schwerpunkte des heurigen Einsatzes sind die Zutrittskontrollen, die Lenkung der Personenströme und die Verhinderung von Belästigungen, sagte Polizei-Einsatzleiter Michael Holzgruber bei einem Pressetermin.
„Wir haben neun Einsatzabschnitte und ein Videoüberwachungskonzept. Es gibt mehr als 40 Kameras der Polizei und des Veranstalters. Die Bilder der Kameras und der Drohnen werden in die Sicherheitszentrale geleitet“, erklärt Holzgruber. Dort werden entsprechende Maßnahmen getroffen. Mithilfe der Drohnen könne jeder Winkel herangezoomt und so entsprechende Bilder eingefangen werden.
Blaue Lichter im Einsatz
Erstmals am Donauinselfest im Einsatz sind blaue Lichter, die an der Schulter der Uniform platziert werden. So sind die Polizistinnen und Polizisten für die Besucher im Gedränge oder bei Dunkelheit rasch erkennbar. Dieses Konzept wurde bereits beim Song Contest erprobt. Neben uniformierten Kollegen werden sich laut dem Einsatzleiter aber auch Beamte in Zivil unter die Leute mischen. „Es wird Einsatzkompanien geben, Streifengruppen, aber auch kleine Teams mit Drohnen, das Einsatzkommando Cobra und auch Besatzungen von Polizeibooten.“
Einsatzleiter Michael Holzgruber im Polizeiauto bei der Sicherheitszentrale am Areal
Im Vorfeld der Großveranstaltung wird das Areal von sprengstoffkundigen Organen abgesucht. „Das Donauinselfest ist eine friedliche Veranstaltung, aber wir bereiten uns auf alle denkbaren Szenarien vor“, betont der Einsatzleiter. Es gebe keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung. „Aber die allgemeine Sicherheitslage ist in Österreich nach wie vor hoch. Das betrifft insbesondere islamistischen Terror und Extremismus“, so Holzgruber.
Aus diesem Grund gibt es Maßnahmen, die verhindern sollen, dass ein Auto in die Menschenmenge fährt. „Dabei handelt es sich um Sperren aus Metall, die sich unter dem Fahrzeug verkeilen und es so an der Weiterfahrt hindern. Diese stellen wir an allen möglichen Zugängen auf“, führt Holzgruber aus. Diese Methodik sei noch relativ neu.
Polizeiwagen und Einsatzkräfte bei einer Sicherheitsbesprechung im Grünen.
„Angel Shot“ als Code
Am Donauinselfest wird auch ein 24-köpfiges Awareness-Team im Einsatz sein. „Wenn man Unterstützung braucht, findet man diese bei gekennzeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit ,Ich bin dein Rettungsanker‘-Sticker“, erklärt Event-Projektleiterin Julia Healy. An jedem Gastrostand kann zudem das Codewort „Angel Shot“ genannt werden, um diskret Hilfe zu bekommen.
Healy betont, dass Taschen und Rucksäcke nur bis Größe A3 mitgebracht werden dürfen. Schirme, Messer oder Pyrotechnik sind am Gelände verboten. Erlaubt sind nur non-alkoholische Getränke bis zu 0,5 Liter.
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