Längere Auftritte und weniger Acts: So will man beim Donauinselfest sparen

Steigende Kosten seien der Grund, das Budget bleibe aber unverändert. Der Gratiseintritt wird bleiben.
42. DONAUINSELFEST: BUEHNE

Fans werden heuer am Wiener Donauinselfest möglicherweise mehr Zeit mit ihren Lieblingskünstlern verbringen dürfen. Denn bei der 43. Ausgabe des Gratisfestivals werden manche Auftritte länger dauern als sonst üblich. Die neuen Slots sind jedoch weniger eine Reaktion auf Besucherwünsche, sondern eine Sparmaßnahme. Die Gesamtzahl der Acts wird zugleich geringfügig reduziert. Laut den Organisatoren wird das DIF-Budget zwar gleichbleiben, die Kosten sind jedoch gestiegen.

Die von der Wiener SPÖ veranstaltete Inselsause ist heuer zum Schulschlusswochenende angesetzt, also vom 3. bis 5. Juli. Damit ist man vom üblichen Zeitplan abgewichen. Das Fest geht sonst am Wochenende vor der letzten Schulwoche über die Bühne. An diesem findet heuer aber der Grand Prix in Spielberg statt. Man wolle nicht in Konkurrenz mit einer anderen Großveranstaltung treten, wurde die Verschiebung begründet.

Längere Konzerte, weniger Acts

Künftig will man jedoch wieder den traditionellen Termin ins Auge fassen, erläuterte SPÖ-Landesparteisekretär Jörg Neumayer im Gespräch mit Medienvertretern. Und auch am Gratiseintritt will man nicht rütteln. Die "wirtschaftlich herausfordernden Zeiten" würden jedoch eine Planung mit "viel Augenmaß" erfordern, hielt Neumayer fest. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden laut derzeitigen Prognosen auf Vorjahresniveau liegen.

Die genaue Höhe des Budgets kann laut den Veranstaltern noch nicht beziffert werden. Lediglich die Höhe der Subvention steht bereits fest. Sie wird rund 1,8 Mio. Euro betragen. Man gehe davon aus, dass dies in etwa ein Drittel der Kosten abdecken werde, hieß es. Den Rest übernehmen Veranstalter und Sponsoren. Da Kosten etwa für Sicherheit, Energie oder Personal steigen, müssen andere Ausgaben dafür gedrosselt werden.

Das bedeutet etwa, dass man die Anzahl der Acts auf rund 200 reduziert. Zuletzt lag man hier knapp darüber. Künstler und Bands werden auf 14 Bühnen auftreten. Um die Reduktion zu kompensieren, werden sie das zum Teil länger tun als bisher. Denn beim Donauinselfest dauerten Konzerte auf den größeren Stages meist höchstens eine Stunde. Nur manche Headliner spielten länger. Oft waren die Slots aber auch deutlich kürzer.

Line-Up noch nicht fixiert

Wer wann wie lange auf den Bühnen gastieren wird, ist noch offen. Details zum Line-Up gibt es noch nicht. Der Schwerpunkt soll aber einmal mehr auf heimischen Musikschaffenden liegen. Doch auch auf internationale Künstler wird man nicht verzichten, versprach Neumayer. Ein Inklusionskonzert, das sich an Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie deren Betreuerinnen und Betreuer richtet, wird es ebenfalls wieder geben.

Auch Angebote für die jüngeren Gäste oder ein Sport- und Bewegungsprogramm wurden angekündigt. Wer Sport eher passiv konsumieren möchte, kann dies vor der Leinwand tun: Einige Spiele, die an den betreffenden Tagen bei der Fußball-WM im fernen Amerika stattfinden, werden live übertragen.

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