Chronik | Wien
11.10.2017

Die neue Wiener Bim ist startklar

Erste Garnituren sind fast fertig. Sie sind ab Ende 2018 unterwegs

Ganz fertig sind sie zwar noch nicht, bereits in wenigen Monaten sollen sie aber getestet werden: Die barrierefreien Straßenbahnen vom Typ Flexity. Die neuen Tramway-Züge von Bombardier ersetzen sukzessive die letzten Hochflur-Modelle. Ab Ende 2018 werden die ersten Garnituren in Wien unterwegs sein. Auf welchen Linien, ist derzeit noch nicht fix.

Insgesamt umfasst der Auftrag jedenfalls 156 Züge, mindestens aber 119, die in den kommenden Jahren schrittweise ausgeliefert werden.

Gefertigt wird die neue Bim-Flotte im Bombardier-Werk im 22. Bezirk. Insgesamt investieren die Wiener Linien bis zu 562 Millionen Euro in die neuen Flexitys, darin enthalten ist auch ein Wartungsvertrag.

Highlights

Die neuen Garnituren weisen eine Reihe von technischen Highlights auf: "Die schmale Front in Kombination mit den LED-Scheinwerfern lassen das Fahrzeug besonders dynamisch wirken", sagt Bombardier-Geschäftsführer Christian Diewald. Weiters sind in den Zügen Außenkameras statt Spiegel verbaut, die eine bessere Sicht auf die Türbereiche erlauben. Das digitale Cockpit ist mit mehreren Touchscreens statt analoger Instrumente ausgestattet.

Die Fahrgäste werden vor allem aber die Innenraumgestaltung wahrnehmen: Großzügige Mehrzweck-Bereiche sorgen für mehr Platz für Kinderwägen und Rollstühle. Diese offen gestalteten Bereiche ermöglichen auch ein rascheres Ein- und Aussteigen. Insgesamt sechs Bildschirme bieten von jedem Platz im Fahrzeug eine gute Sicht auf Infos rund um kommende Haltestellen, Umsteigemöglichkeiten und Abfahrtszeiten.

Die Züge verfügen über Klimaanlagen, die sich an der Zahl der Fahrgäste orientieren. Das hilft beim Energiesparen. Zudem wird die beim Bremsvorgang erzeugte Energie direkt in das Öffi-Netz zurückgespeist und steht somit anderen Fahrzeugen zur Verfügung.

Testphase

Bis die ersten Garnituren Fahrgäste befördern, werden sie in den kommenden Monaten intensiv getestet, heißt es bei den Wiener Linien. So wird das gesamte Streckennetz mit den neuen Zügen abgefahren, um herauszufinden, wie sie sich in engen Kurven oder bei Steigungen und Gefällen verhalten. Und natürlich werden die Fahrer auf den neuen Garnituren eingeschult.