Deutscher Betrüger flog in Wien wegen gestohlener Kennzeichen auf

Deutscher Betrüger flog in Wien wegen gestohlener Kennzeichen auf
Bei der Lenkerkontrolle fuhr der 48-Jährige auf die Polizisten los: Ihm werden 22 Betrügereien vorgeworfen.

Anrainer alarmierten die Polizei, weil in der Christinengasse im 1. Bezirk ein Wagen mit zwei unterschiedlichen Kennzeichen parkte. Als Beamte des Stadtpolizeikommandos Innere Stadt  eintrafen, saß ein Mann in dem Auto. Die Polizisten wollten eine Lenker- und Fahrzeugkontrolle durchführen - doch da gab der Mann plötzlich Gas: Er fuhr auf die Einsatzkräfte los, ein Polizist musste sich sogar an der Motorhaube festhalten.

Letzlich hielt der Mann doch an: Gegen den 48-jährigen Deutschen bestand ein Festnahmeauftrag  aufgrund mehrerer Betrugsdelikte. Zudem waren beide Kennzeichen als auch der Wagen, an dem er sie montiert hatte, als gestohlen gemeldet. Dass er keinen Führerschein besaß - er wurde ihm von einer deutschen Behörde entzogen -  und auch noch 0,9 Promille Alkohol im Blut hatte, kam noch dazu.

Handys und Tankfüllungen nicht bezahlt

Passiert ist das bereits Ende Jänner, wurde aber von der Polizei erst am Sonntag bekanntgegeben. Denn den Ermittlern des Landeskriminalamtes Wien (Außenstelle Zentrum-Ost, Ermittlungsbereich Diebstahl) gelang es, den Verdächtigen mit insgesamt 22 Betrugsdelikten in Verbindung zu bringen. Der Mann soll bei diversen Vertragsanbietern etliche Mobiltelefone angemeldet und die monatlichen Beträge nicht bezahlt haben.

140.000 Euro Schaden

Zudem soll der 48-Jährige mehrere Tankbetrügereien in Wien, Niederösterreich und im Burgenland begangen haben.
Der Gesamtschaden beläuft sich laut Landespolizeidirektion Wien auf rund  140.000 Euro, der Verdächtige wurde in eine Justizanstalt eingeliefert.

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