Pächter Weber will Copa Cagrana in der Wiener City

© KURIER/Franz Gruber

Donauinsel
06/11/2015

Copa Cagrana: "Zustände wie in Russland"

Generalpächter Norbert Weber droht der Stadt nun mit Millionenklagen.

von Dominik Schreiber

Die Stadt Wien möchte noch heuer die restlichen an Generalpächter Norbert Weber vergebenen Lokale abreissen (der KURIER hat berichtet). Weber zeigt sich im Interview empört darüber:

KURIER: Herr Weber, die Stadt möchte noch heuer Ihre letzten sechs Lokale abreißen . . .

Norbert Weber: Wegreißen können sie es, aber das wird Schadensersatzklagen in Millionenhöhe nach sich ziehen. Es stimmt, dass wir keine wasserrechtliche Bewilligung haben. Aber das ist deshalb, weil die Stadt ihre Unterschrift zurückgezogen hat, obwohl alles korrekt ist. Wir haben die Unterschrift noch einmal eingeklagt, am 25. Juni um 9.30 Uhr wird am Bezirksgericht Donaustadt verhandelt. Am Ende wird herauskommen, dass das alles rechtswidrig war. Man kann ja auch keine Wohnung vermieten und dann sagen: Mit der dürfen sie nichts machen.

In einem Interview mit dem Filmemacher Johann Eder behaupten Sie, dass an der Copa Cagrana ein FPÖ-Strand geplant war und deshalb die Lokale von der Stadt abgerissen wurden – stimmt das?

Ja, das ist kein Geheimnis. Es gab eine Abmachung mit (Klubobmann) Johann Gudenus (was von der FPÖ bestritten wird, Anm.) und ein fertiges Konzept (das Weber dem KURIER vorgelegt hat, Anm.) für einen "Blue Beach".

Ihr Mieter Nikolay Vorozheykin sagt, er hat 15.000 Euro Pacht bezahlt. Sie haben ihm nichts von den Problemen gesagt und sind seit vier Wochen für ihn nicht erreichbar?

Das ist ein Blödsinn, er ist mir Miete schuldig. Die Leute nutzen die Situation jetzt aus und glauben, sie bekommen eine Mietreduktion. Schauen Sie doch lieber, was die Frau Sima macht. Sie baut um 3,5 Millionen zwei Restaurants, die dem Flächenwidmungsplan widersprechen (was die Stadt entschieden bestreitet, Anm.). Das sind Zustände wie in Russland. Wasserrechtlich sind sie bei unseren Lokalen im Recht, aber abreissen dürfen sie nichts.

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