© christandl jürg

Copa Cagrana
11/15/2013

Generalpächter Weber will verkaufen

Stadt Wien liegt noch kein konkretes Angebot von Weber vor.

Nach jahrelangem Streit mit der Stadt Wien will Norbert Weber seine Pachtrechte für die Copa Cagrana abgeben und sich aus der Gastronomie zurückziehen. „Ich höre auf und werde meine Rechte an die Stadt abgeben“, kündigt er gegenüber dem ORF an. Damit könnte der Konflikt um Genehmigungen und Auflagen beendet werden. Seitens der Stadt zeigt man sich aber zunächst noch abwartend. Noch liege kein konkretes Angebot von Weber vor, heißt es seitens des Wiener Gewässermanagements. Man wolle aber die Location rasch wieder in einen würdigen Zustand bringen.

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass die türkische Brauereigruppe Efes ihr Interesse an der Wiener Fortgehmeile bekundet hat. Neben Efes gebe es aber noch zwei weitere Interessenten, berichtet Weber: "Ich habe auch Angebote von einem bekannten Wiener Baumeister und einem Wiener Immobilienentwickler." Namen wollte Weber jedoch damals keine nennen.

Unendliche Geschichte

Seit 2010 liegen Weber und die Stadt Wien, respektive Ulli Sima als zuständige Stadträtin im Clinch. Das Areal am linken Ufer der Neuen Donau zieht immer weniger Besucher an, die Lokale wirken desolat. Zugleich soll Weber mit mehreren Mieten im Rückstand sein. Im Oktober 2010 zog die Stadt die Reißleine und brachte eine Räumungsklage ein. Seit damals forderte die Stadt Weber mehrmals auf, ein halb versunkenes Floß aus dem Wasser zu heben. Im Mai 2011 reichte es Sima. Sie ließ das Floß von der MA 45 entfernen.

Allerdings zu Unrecht, wie das Bezirksgericht Donaustadt im Mai dieses Jahres urteilte. Die von der Stadt vorgebrachte Gefährdung durch das Floß sah das Gericht nicht. Im Gegenteil. Sie gab der Besitzstörungsklage Webers recht. Daher sei die Stadt nun auch schuldig, „den früheren Zustand wieder herzustellen.“

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