Chronik | Wien
20.08.2017

Bodypainting-Weltrekord in Wien aufgestellt

Bild "Unterwasserlandschaft" wird Titelsujet für "Reefcalender". Projekt will auf die gefährdeten Unterwasserwelten aufmerksam machen.

Insgesamt 253 Freiwillige haben mitgeholfen, dass am Samstag mit dem 3D-Bodypaintingbild " Unterwasserlandschaft" ein Weltrekordversuch im Wiener Messezentrum erfolgreich absolviert worden ist. Es ist ein Rekord mit ernstem Hintergrund, denn mit der Aktion, die mit Bodypainting-Weltmeisterin Gabriela Hajek-Renner durchgeführt wurde, will man auf die gefährdeten Unterwasserwelten aufmerksam machen.

Für deren Schutz setzen sich die Initiatoren des Projekts, Martin Aigner und Michael Szirota, ein - nicht zuletzt, nachdem beide dem Tauchen verbunden sind. Szirota ist Betreiber der Tauchplattform "Online Divers", während Aigner seit längerem als professioneller Unterwasserfotograf tätig ist und dessen Arbeiten etwa auch im "National Geographic" publiziert wurden, hieß es in einer Aussendung vom Samstag.

Schönheiten des maritimen Lebensraums

Gemeinsam produzieren sie nun zum zweiten Mal den "Reefcalender", bei dem das gestern entstandene Bild, das in einem Zeitraum von acht Stunden mit Hilfe des 60 köpfigen Teams von Hajek-Renner realisiert wurde, als Titelsujet dienen wird. Der Kalender soll sowohl die Schönheiten des maritimen Lebensraums als auch vom Menschen verursachte Problematiken enthalten. "Probleme, ausgelöst durch den Klimawandel, der Industrie oder dem Tourismus setzen der Unterwasserwelt massiv zu", stellten die Initiatoren fest.

Der Kalender wird Ende Oktober in Wien präsentiert und ab diesem Zeitpunkt käuflich erwerbbar sein, kann aber bereits jetzt reserviert werden. Ende August startet eine Crowdfunding-Kampagne, die als Pre-Orderphase dienen soll. Jedoch geht es hier nicht um die Finanzierung, die durch Partner und Sponsoren bereits erfolgt ist, der Gewinn des Kalenderverkaufs kommt dem maritimen Ökosystem zugute. Im ersten Jahr wurde mit dem Gewinn ein künstliches Korallenriff auf den Malediven gebaut, so die Initiatoren.