Chronik | Wien
12.06.2017

Banküberfall in Millennium City: Polizei schnappt Täter

27-Jähriger wollte mit Geld und Waffe davonlaufen. Polizist gab Warnschuss ab.

Ein 27-Jähriger ist Montagnachmittag nach einem Banküberfall in der Wiener Millennium City der Polizei in die Arme gelaufen. Der Mann versuchte zu flüchten, gab aber auf, als ein Beamter einen Warnschuss abgab, berichtete Polizeisprecherin Irina Steirer der APA.

Ein Bankräuber hatte gegen 13.00 Uhr ein in dem Einkaufszentrum am Handelskai in der Brigittenau etabliertes Geldinstitut überfallen. Er soll mit einer Art Mundschutz maskiert gewesen sein und erbeutete laut der Sprecherin ein Geldpaket. Ob seine Waffe echt oder eine Attrappe war, blieb vorerst unklar.

Nach dem Überfall, bei dem niemand verletzt wurde, flüchtete der Täter aus der Millennium City. Während Polizisten noch das Einkaufszentrum durchkämmten, versuchte sich der Bankräuber zu Fuß aus dem Staub zu machen. In der Vorgartenstraße kam drei Polizisten, die die Tatortumgebung durchstreiften, dann ein 27-Jähriger verdächtig vor. "Er ist ihnen aufgefallen, weil er so stark geschnauft hat", sagte die Sprecherin.

Die Polizisten wollten in die Tasche des Mannes schauen - darin fanden sich später eine Waffe und das Geldpaket aus dem Überfall. Obwohl schon außer Atem, versuchte der 27-Jährige noch einmal wegzulaufen. Als ein Polizist einen Warnschuss in den Boden abfeuerte, blieb er aber stehen und wurde überwältigt. Beim Beschuldigten handelt es sich laut Steirer um einen österreichischen Staatsbürger.