Bakary J. wurde in einer Halle malträtiert: Nach acht Jahren widerrufen seine Peiniger ihr Geständnis.

© KURIER/Gilbert Novy

Bakary J.
10/30/2014

Antrag steht auf wackeligen Beinen

Der Anwalt von Bakary J. hat diese Woche Verleumdungsanzeige gegen drei Polizisten eingebracht.

von Nihad Amara

Anwalt Nikolaus Rast hat nun die Verleumdungsanzeige im Fall Bakary J. eingereicht. Die drei Ex-Polizisten, die seinen Mandanten laut rechtskräftigem Gerichtsurteil im Jahr 2006 gefoltert haben, behaupten nun, J. habe vor Gericht "die Unwahrheit gesagt" und streben eine Wiederaufnahme des Verfahrens an.

Rast führt in der Anzeige aus, worauf sich ihr Antrag stützt: Es handle sich um eine "zweiseitige Stellungnahme" eines Facharztes, der nicht gerichtlich beeidet sei und der "lediglich feststellt, dass die Angabe" zweier Ärzte nicht mit ... den Fotografien (die J.s Verletzungen zeigen) übereinstimmen". Für Rast ist das "kein Wiederaufnahme-Grund", die Behauptung sei aber "eine Lüge".

Kritik übten die Ex-Polizisten am Film "Void" (siehe unten), der den Fall "verzerrt darstelle". Filmemacher Stefan Lukacs sagt, es handle sich "um eine filmische Interpretation, das habe ich stets betont". Als Vorlage diente der Akt. Die Polizei setzt den Film in der Ausbildung ein.

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