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Wissenschaft
03/13/2017

Auch in Wien ist ein "March for Science" geplant

Weltweit wollen Forscher am 22. April auf die Bedeutung der Wissenschaft hinweisen, denn es bestehe "Anlass zu großer Sorge".

Offensive Klimawandel-Skeptiker und der Trend zu "alternativen Fakten" haben Forscher in den USA mobilisiert: Bei einem "March for Science" am 22. April in Washington wollen sie zur Sicherung der Wissenschaft aufrufen. In Dutzenden Ländern folgt man dem Beispiel - auch in Wien gehen Forscher an diesem Tag auf die Straße, um "das Fundament der Wissenschaft zu schützen, zu stärken und zu feiern".

Unter dem Titel "Gemeinsam für die Wissenschaft" rufen prominente Unterstützer zum "Vienna March for Science" auf. Dazu zählen nach Angaben der Organisatoren u.a. die Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny, Klement Tockner (Wissenschaftsfonds FWF), Oliver Vitouch (Universitätenkonferenz), Shalini Randeria (Institut für die Wissenschaften vom Menschen, IWM), Sabine Seidler (TU Wien), Thomas Henzinger (Institute of Science and Technology Austria, IST), Christian Köberl (Naturhistorisches Museum), Gerald Bast (Universität für Angewandte Kunst), die Mikrobiologin Renee Schroeder und die Sprachwissenschafterin Ruth Wodak.

"Aktuelle politische Veränderungen nicht nur in den USA geben Anlass zu großer Sorge", heißt es in dem Aufruf, und weiter: "Die Verfälschung und Verleumdung von Tatsachen zu ideologischen Zwecken bedrohen nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Grundlagen der Demokratie." Gemeinsam mit den anderen derzeit rund 360 Demonstrationen weltweit wolle man am 22. April "bezeugen, dass die Wissenschaft gemeinsam mit der Gesellschaft bereit ist, eine offene Zukunft in Freiheit zu gestalten". Angesichts der enormen Herausforderungen brauche es Lösungen, "die nur gemeinsam von Wissenschaft und Gesellschaft erbracht und umgesetzt werden können".

Noch sind die Planungen im Laufen, fix ist der Treffpunkt am Samstag, 22. April, um 13.00 Uhr im Sigmund-Freud-Park zwischen Votivkirche und Uni Wien. Die genaue Route und der Ort der Abschlusskundgebung werden noch bekannt gegeben.

Organisiert wird der Marsch vom Verein "Wien Wissen", der sich für Wissenschaftskommunikation einsetzt und auch für den Wiener "Ball der Wissenschaften" verantwortlich zeichnet, gemeinsam mit Wissenschaftern und Studenten.

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