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Ärger in Hernals: Viel Geld für Frosch-Tunnel, aber keine „Kröten“ für Bus-Häuschen?

Der 43A-Halt Promenadeweg wurde vor 18 Monaten bei einem Unfall zerstört und seither nich ersetzt. Warum jetzt die Empörung der Anrainer so groß ist.
Weißer Lieferwagen prallt gegen eine Bushaltestelle, eine Werbetafel ist beschädigt.

Der Bus kommt hier meistens nur zwei Mal pro Stunde. Entsprechend gut geplant will so eine Fahrt mit dem 43A ab der Haltestelle Promenadeweg in Hernals sein. Denn einen schattigen Unterstand bei tropischen Temperaturen und gleißendem Sonnenlicht gibt es hier an der Höhenstraße nicht. Oder besser: nicht mehr. Denn das Wartehäuschen der Wiener Linien wurde im Februar 2025 vom einem Fahrzeuglenker so stark demoliert, dass es demontiert werden musste. Und eineinhalb Jahre später immer noch nicht ersetzt ist.

Anrainer der betroffenen Siedlungen Höhenstraße und Waldandacht – gelegen westlich von Neustift im „Drei-Bezirke-Eck“ Hernals/Währing/Döbling (siehe Grafik) – haben sich nun an den KURIER gewandt, um ihrem Ärger Luft zu machen. Sie können insbesondere nicht verstehen, warum das Häuschen nicht längst ersetzt ist und ein neuer Wartebereich offenbar an den Kosten scheitert. „Ein Buswartehaus ist kein Luxus, sondern eine Selbstverständlichkeit und gehört zu einem funktionierenden öffentlichen Verkehr“, sagt Bewohner-Vertreter Gerhard Starkl.

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„Kröten“ nur für Kröten?

Eine Sache stößt den Bewohnern dort nun ganz besonders sauer auf: Die Stadtpolitik verkündete vor Kurzem nämlich, dass 800.000 Euro in neue Amphibientunnel unter der (nahe gelegenen) Amundsenstraße investiert werden – unter anderem mit Mitteln des 17. Bezirks. Viel Geld für Froschtunnel also, aber offenbar keine „Kröten“ mehr für Unterstände für Menschen?

Das erzeuge gerade „großes Unverständnis“ unter den Hunderten Anrainern, weil hier rasch eine hohe Summe für das Tierwohl aufgetrieben werden konnte, aber zugleich für ein Bus-Häuschen „weder Geld noch Priorität“ vorhanden sei, klagt Starkl. Wobei er festhält, dass der „Schutz von Fröschen, Kröten und anderen Amphibien zweifellos wichtig ist“.

Leere Bushaltestelle an einer Straße mit Betonleitwand und Laterne.

Die aktuelle Situation der Haltestelle Promenadeweg

Doch warum geht bei der Waldandacht nichts weiter? Kurz nach dem Verkehrsunfall wurde das demolierte Häuschen aus Sicherheitsgründen abgebaut; einige Monate später dann vor der Haltstelle eine mobile Betonleitwand deponiert – jedoch nicht zur Sicherheit der Bus-Fahrgäste, sondern um den Lichtmasten zu schützen. Danach wurde von SP-Bezirksvorsteher Peter Jagsch die Prüfung eines neuen, barrierefreien Haltestellenbereichs angekündigt – aber bis dato nicht umgesetzt.

Aber nun gibt es Licht am Ende des Tunnels. „Das Wartehäuschen soll neu errichtet werden, dabei wird die Oberfläche umfassend saniert, und die Haltestelle barrierefrei“, sagt ein Sprecher der Wiener Linien. Wobei die Arbeiten „noch heuer“ durchgeführt werden sollen. Wenn also der erste Schnee fällt, könnte das Häuschen endlich fertig sein.

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