Chronik | Wien
02.07.2018

Am Reumannplatz: „Prosecco trinken mit Freunden“

SPÖ-Bezirkschef Marcus Franz skizziert die Revitalisierungspläne für das Image-geplagte Areal.

Ein „neuer Ort der Begegnung“ soll der Reumannplatz werden, sagt Bezirkschef Marcus Franz beim KURIER-Interview im Eissalon Tichy. Hatte das Bezirkszentrum in der Vergangenheit doch nicht das beste Image. In einem Bürgerbeteiligungsverfahren wurde daher an der neuen Optik gefeilt, die ab Beginn 2019 realisiert wird.

Möglich wurde das durch den Wegfall der Gleiskörper der Straßenbahnlinie 67 infolge der U1-Eröffnung. Dadurch entstand Raum, den es zu gestalten gab. Anstatt ein Platz zum Umsteigen zu bleiben, lade der Reumannplatz in Zukunft zum Verweilen ein.

Und zwar unterteilt in vier Bereiche: eine Kinderzone mit Spielplatz beim Amalienbad, einen Ruhebereich mit Sitz- und Liegemöglichkeiten, eine Jugendzone samt fixer Bühne sowie einen Kunstmarkt. Wasserfontänen sollen den Reiz der künftigen Begegnungszone ebenso steigern, wie eine Gastroinsel rund um die ehemalige 67er-Haltestelle.

Keine Kebab-Stände

Dabei schwebt Franz ein höherwertiges Gastronomie-Angebot vor. Kebab-Buden, wie es sie ohnehin in der angrenzenden Fußgängerzone gibt, seien für die Belebung des Platzes eher kontraproduktiv. „Schön wären zum Beispiel eine kleine Vinothek, wo man mit Freunden ein Glas Prosecco trinken kann, oder ein veganes Restaurant.“ Interessierte Unternehmer gebe es bereits und auch die Wirtschaftskammer steht hinter dem Projekt. Unklar ist noch, wie sich Bezirk und Stadt die Gesamtkosten von 6,3 Millionen Euro aufteilen – Verhandlungen sind im Gange. Fertig werden soll der Reumannplatz 2020. Bernhard Ichner