© APA/HERBERT PFARRHOFER

Chronik Wien
06/01/2021

Großrazzia im Pokercasino in Wien-Simmering

Mehr als zwei Dutzend Beamte im Concord Card Casino (CCC) im Einsatz, fünfzig Spieler waren anwesend.

von Dominik Schreiber, Kid Möchel

Am Dienstagabend stürmte die Finanzpolizei das mutmaßlich illegale Pokercasino des Pokerkönigs Peter Zanoni in Wien-Simmering. Zu diesem Zeitpunkt lief auf acht Cashgame-Tischen das verbotene Geschicklichkeitsspiel. Es darf eigentlich nur noch von den Casinos Austria geboten werden.

Wie berichtet, eröffnete Zanoni trotz des Verbots zu Pfingsten neuerlich die Pforten. Er beruft sich auf ein Gutachten eines Verfassungsrechtlers, das ihm das Pokerspiel erlauben soll. Das Finanzministerium stellte erst kürzlich gegenüber dem KURIER fest, dass sich an der Gesetzeslage nichts geändert hat. Auch innerhalb der Pokerszene glaubt niemand, dass die Rechtsansicht von Zanoni halten wird.

Razzia der Finanzpolizei

Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis zugeschlagen wird. Am Dienstagabend wollte sich die Finanz ganz offensichtlich einen Überblick verschaffen, wie die Zahlungsmodalitäten laufen. Auch wurde geprüft, in welchen Arbeitsverhältnis die Dealer stehen. Wie vor Monaten berichtet, sind diese oft geringfügig für ein paar hundert Euro angestellt und leben de facto ausschließlich vom Trinkgeld.

Bei der Finanz war vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar, ob das Casino geschlossen wird, war vorerst unklar.

Update: Offenbar wurde das Casino geschlossen. Angeblich bekamen die Spieler ihr Geld nicht ausbezahlt

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